Bundestagswahl

Bochumer FDP-Kandidat pro Rx-Versandverbot Lothar Klein, 07.09.2017 13:32 Uhr

Berlin - In ihrem Wahlprogramm sagt die FDP klar Nein zum Rx-Versandverbot als Antwort auf das EuGH-Urteil zur Aufhebung der Arzneimittelpreisbindung für ausländische Versandapotheken. Im Wahlcheck des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe (AVWL) outet sich jetzt ein Bundestagskandidat der Freien Demokraten als Abweichler von der Parteilinie: Olaf in der Beek aus Bochum will den Rx-Versandhandel verbieten. Mehr noch: Er glaubt, dass die FDP im Fall einer Regierungsbeteiligung nicht darauf bestehen wird.

„Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, sagt in der Beek. Der Unternehmer hält als Zwischenschritt ein „Moratorium“ für denkbar, dass den inländischen Apotheken wieder gleiche Wettbewerbsbedingungen verschafft: „Ich stehe für Chancengleichheit. Bis zur Lösung der Frage wäre ein Moratorium sinnvoll.“ „Ich bin nicht als Einziger in der FDP pro Rx-Versandverbot“, sagt in der Beek. Auf dem FDP-Wahlparteitag Ende April habe er gegen das Rx-Versandverbot gestimmt. Er kann sich vorstellen, dass die neue FDP-Bundestagsfraktion einem Moratorium zustimmen könnte.

Ob in der Beek es in den Bundestag schafft, ist allerdings offen. Als Direktkandidat im Wahlkreis Bochum I stehen seine Chancen schlecht. Dort holte die FDP im SPD-Stammland vor vier Jahren nur 1,4 Prozent. Allerdings ist in der Beek auf Platz 19 der FDP-Landesliste NRW abgesichert. „Das wird knapp“, sagte er. Nur wenn die FDP am 24. September ihr Ergebnis der NRW-Landtagswahl von über 12 Prozent wiederholen kann, könnte er den Sprung schaffen.

Beim Wahlcheck des AVWL bezieht in der Beek zum Rx-Versandverbot einen klare Position: „Dieses Urteil legt aus meiner Sicht zu einseitig das Gewicht auf die Freiheit des Warenverkehrs. Arzneimittel können bei unsachgemäßem Gebrauch für Patienten sehr gefährlich werden, und gerade deshalb ist die Beratungsleistung in Apotheken so unverzichtbar, erst recht im Falle mehrerer Medikamente, die Neben- und Wechselwirkungen haben können.“ Versandapotheken leisteten nur telefonische Beratung, leisteten keine Notdienste und könnten Preisnachlässe gewähren, die den deutschen Apotheken untersagt si

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