Wirkstoffverordnung

Apotheker wollen Preisverantwortung

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Der Landesapothekerverband (LAV) Baden-Württemberg hat die Forderung von Gesundheitsministerin Monika Stolz (CDU), die Arzneimittelversorgung zu entbürokratisieren, begrüßt. Insbesondere die Rabattverträge sollten nach Ansicht von Geschäftsführerin Ina Hofferberth überprüft werden: „Konkret fordern wir die Offenlegung der tatsächlichen Ersparnisse der Rabattverträge, bereinigt um alle Verfahrenskosten“, so Hofferberth.

Zudem wünscht sich der Verband mehr Verantwortung für die Apotheker bei der Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Für die Zukunft favorisiert Hofferberth ein Modell, bei dem der Arzt nur noch den passenden Wirkstoff für einen Patienten auswählt und die Therapiedauer bestimmt. „Der Apotheker als Fachmann für Arzneimittel ist verantwortlich dafür, an den Patienten ein passendes Arzneimittel abzugeben, und er trägt in diesem Moment auch die Verantwortung für den Preis des Medikaments“, so Hofferberth. Eine reine Wirkstoffverordnung hatte kürzlich auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gefordert.

Gesundheitsministerin Stolz hatte sich am Donnerstag für eine Vereinfachung der Regelungen zur Abgabe von Arzneimitteln stark gemacht. Sie hatte kritisiert, dass derzeit mit fast 30 Instrumenten versucht wird, die Arzneimittelversorgung zu steuern.

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