Apothekenzahl

Fast 200 Apotheken weniger Julia Pradel, 26.01.2016 10:03 Uhr

Berlin - Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen: Ende 2015 gab es nach Angaben der Apothekerkammern 20.254 Apotheken – 187 weniger als ein Jahr zuvor. Die größten Verluste waren in Baden-Württemberg, Hamburg, Nordrhein und Rheinland-Pfalz zu verbuchen. Bremen – in den vergangenen Jahren prozentual häufig unter den Verlierer – konnte 2015 als einziges Bundesland ein Plus verbuchen.

Deutschlandweit schlossen rund 340 Apotheken – aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt liegen noch keine Zahlen vor. Die meisten Apotheken schlossen in Bayern: 58 Betriebsstätten wurden aufgegeben. Dem standen allerdings auch 28 Neueröffnungen gegenüber. Insgesamt gab es in dem Freistaat 3236 Apotheken, 0,92 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Saldo landet Bayern damit auf Platz 3 der Länder mit den meisten Schließungen.

Das größte Minus hat 2015 Baden-Württemberg zu verbuchen: Auf 52 Schließungen kamen nur 14 Eröffnungen und damit ein Verlust von 38 Apotheken beziehungsweise 1,3 Prozent. Zum Jahresende gab es noch 2578 Apotheken. Der Kammerbezirk Nordrhein folgt mit einem Minus von 36 Apotheken: 55 Apotheken wurden geschlossen, 19 neu eröffnet – Ende 2015 gab es noch 2312 Betriebsstätten, 1,53 Prozent weniger als Ende 2014.

Prozentual gab es in Hamburg den größten Rückgang – um 1,89 Prozent: Von den ursprünglich 423 Apotheken schlossen im Jahresverlauf zehn, nur zwei wurden neu eröffnet. Umgekehrt war der Effekt in Bremen. Mit zwei Eröffnungen und einer Schließung liegt Bremen nicht nur im Plus, sondern kann auch einen Anstieg von 0,66 Prozent verzeichnen – auf 152 Apotheken.
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