Versorgungsatlas

Wo die Apothekendichte am höchsten ist

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Berlin -

Die Zahl der Apotheken ist seit einigen Jahren leicht rückläufig. Manchmal ist der Wegfall für die Bevölkerung hart – manchmal weniger. Die Apothekendichte variiert nicht nur zwischen Stadt und Land, auch in den großen Städten gibt es deutliche Unterschiede bei der Versorgung. Nach Zahlen des Johann Heinrich von Thünen-Instituts hat unter den größeren Städten das niedersächsische Osnabrück die größten Apothekendichte, während die Metropolen Berlin, Hamburg und München nicht einmal in den Top 20 liegen.

Dr. Stefan Neumeier vom Thünen-Institut hatte im Rahmen des Projektes „Modellierung der Erreichbarkeit öffentlicher Apotheken“ Apothekenadressen akquiriert und geocodiert und mit Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verglichen.

Gemäß dieser Statistik verfügen rund 50 Städte in Deutschland über 50 Apotheken oder mehr. Die Liste deckt sich inhaltlich fast vollständig mit dem Ranking der größten Städte nach Bevölkerung. Doch bei der Reihenfolge innerhalb dieser Listen gibt es spürbare Abweichungen, weil die Apothekendichte deutlich variiert.

Demnach ist Osnabrück unter den berücksichtigten Städten am besten mit Apotheken versorgt. Auf jede Offizin kommen hier nur rund 2400 Einwohner. Auch Mainz (2800) und Bonn (2860) weisen eine überdurchschnittlich hohe Apothekendichte auf. Die ehemalige Bundeshauptstadt ist mit rund 310.000 Einwohnern die größte Stadt in den Top 10 bei der Apothekendichte. Dazu zählen außerdem Saarbrücken, Ludwigshafen, Heidelberg, Kassel, Mannheim, Halle/Saale und Wiesbaden. Jeweils 2900 bis 3000 Einwohner werden hier pro Apotheke versorgt.

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