GKV-Zwangsrabatte

Abschläge bringen Kassen 1,2 Milliarden Euro

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Die Apotheken haben in den ersten vier Monaten insgesamt 415 Millionen Euro an Kassenabschlag bezahlt. Dies berichtet das Marktforschungsunternehmen IMS Health. Legt man den alten Abschlag von 1,75 Euro zugrunde, kommt man für den Vorjahreszeitraum auf einen Wert von 355 Millionen Euro und damit einen Zuwachs von 17 Prozent. Dieser lässt sich alleine auf die Anhebung des Zwangsrabatts auf 2,05 Euro zurückführen, da sich die Zahl der abgebenen Packungen mit 229 Millionen Stück kaum verändert hat.

Die GKV-Ausgaben für Arzneimittel, Impfstoffe und Diagnostika lagen mit 9,7 Milliarden Euro knapp 5 Prozent unter Vorjahresniveau. Bei diesem Wert sind neben dem Kassenabschlag auch die weiteren Zwangsrabatte abgezogen: Die Hersteller zahlten 749 Millionen Euro, nach 344 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der neu eingeführte Großhandelsabschlag von 0,85 Prozent brachte 55 Millionen Euro. Insgesamt summieren sich die Abschläge laut IMS damit auf 1,2 Milliarden Euro.

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