ABDA: Entspannt wie ein Anglerverein

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Berlin - Die ABDA will die kommenden zweieinhalb Wahlkampfmonate nutzen, um das Thema Rx-Versandverbot auf der politischen Agenda zu halten. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung zeigte sich ABDA-Präsident Friedemann Schmidt zuversichtlich, dass eine Umsetzung nach der Bundestagswahl möglich wird. „Die Messe ist noch nicht gelesen“, sagte Schmidt. Er sehe gute Chancen in jeder parteipolitischen Konstellation. Den Verlauf der Mitgliederversammlung charakterisierte ABDA-Vize Mathias Arnold als entspannt „wie ein Anglerverein“.

Schmidt begründete seinen Optimismus mit der „Vorwahlkampfzeit“. Zwar gebe es derzeit außerhalb von Union und Linken keine „substanzielle Unterstützung“ für die ABDA-Position. „Das ist uns klar“, aber es gebe in „keiner Konstellation unüberbrückliche Hindernisse“. Angesichts der Umfragen sei es wahrscheinlich, dass CDU und CSU erneut die stärkste Fraktion im neuen Bundestag stellen werden. „Dann kommt es auf die Koalitionsverhandlungen an“, so Schmidt. Arnold ergänzte: „Angesichts der zurückliegenden monatelangen Diskussion ist das politische Problembewusstsein in allen Parteien vorhanden.“

In der Mitgliederversammlung sei nochmals an Kammern und Verbände appelliert worden, ihre politische Arbeit an der Basis zu verstärken. „Es kommt jetzt auf jede Apotheke an“, so Schmidt. Dort müsse bei Patienten und Politikern vor Ort für das Rx-Versandverbot geworben werden.

Wie schon bei der letzten Bundestagswahl wird die ABDA dazu die „Wahlkreisapotheker“ in den Wahlkampf schicken, die Kontakt zu allen Bundestagskandidaten aufnehmen sollen. Ergänzt wird die Initiative vom „Wahlradar Gesundheit“. Via Internet sollen dort alle Bundestagskandidaten von der ABDA gestellte Fragen zur Gesundheitspolitik beantworten können.

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