Cannabis killt Krebszellen

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Berlin -

Wie genau mit Cannabis in der Schmerztherapie umgegangen werden soll, darüber scheiden sich die Geister. Dabei wirkt das Kraut längst nicht nur als Analgetikum. Immer mehr Untersuchungen zeigen das Potenzial des Wirkstoffs in zahlreichen Indikationen: Zwei aktuelle klinische Studien belegen etwa die Wirkung in der Krebstherapie und gegen epileptische Anfälle.

Krebsforscher der St. George's University in London haben herausgefunden, dass Cannabis das Gliom, einen Gehirntumor, zum Schrumpfen bringen kann. Die Wissenschaftler untersuchten die Effekte von zwei Cannabinoiden zunächst an Krebszellen in Glasschalen. Sie nutzten Tetrahydrocannabiol (THC) und Cannabidiol (CBD). Zudem untersuchten sie die Wirkstoffe an weiblichen Mäusen.

Bei beiden Versuchen konnten die Gliomzellen reduziert werden. Demnach wirkten THC und CBD sowohl einzeln wie auch kombiniert. Laut der Studie ändern beide Wirkstoffe intrazelluläre Signalmoleküle. In kombinierter Form hätten die Wirkstoffe die zytotoxische Wirkung der Bestrahlung verstärkt: Die Forscher beobachteten eine dramatische Reduktion der Tumorgröße, wenn beide Cannabinodie gemeinsam mit einer ionisierenden Strahlung eingesetzt wurden. Demnach waren Zellen, die mit den Cannabinoiden behandelt worden waren, empfindlicher für die Strahlentherapie.

Gliome gehören zu den aggressivsten Tumoren. Laut den Forschern überleben nur 36 Prozent der Erkrankten das erste Jahr nach der Diagnose. Nur 10 Prozent überleben fünf Jahre. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachjournal „Molecular Cancer Therapeutics“ der American Association for Cancer Research.

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