L-Thyroxin: Ratiopharm mit Zwischengröße

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Berlin - Unter den Anbietern von Schilddrüsenmedikamenten ist Ratiopharm mit einem Marktanteil von 0,5 Prozent vergleichsweise unbedeutend. Trotzdem hat der Konzern aus Ulm jetzt in sein Portfolio investiert und Zwischengrößen auf den Markt gebracht, die bislang nur Merck und Hexal anbieten.

Mit 21 Millionen Verordnungen gehört Levothyroxin zu den am häufigsten eingesetzten Wirkstoffen in Deutschland. Sanofi hat mit Abstand die Nase vorn und kommt auf einen Marktanteil von 52 Prozent: 32 Prozent entfallen davon auf Hennig, 20 Prozent auf Winthrop. Hexal folgt mit 22 Prozent, dazu kommen 2 Prozent der Konzerntochter 1A Pharma. Mit 15 Prozent ist Euthyrox von Merck noch eine wichtige Größe, Aristo kommt mit Eferox und der Hausmarke auf 4 beziehungsweise 3 Prozent, Betapharm ebenfalls auf 3 Prozent.

Als Schnelldreher gibt es für Levothyroxin flächendeckend Rabattverträge, doch seit der Wirkstoff auf der Aut-idem-Liste steht, ist der Austausch dem Arzt vorbehalten. Wer als Hersteller mit einem Produktvorteil aufwarten kann, hat zumindest eine Chance, der Substitution zu umgehen.

Vermutlich waren diese Zusammenhänge Anlass für das Team von Teva Deutschland, sich noch einmal mit dem eigenen Sortiment auseinanderzusetzen und unter den Marken Ratiopharm und AbZ drei neue Varianten à 88, 112 beziehungsweise 137 µg auf den Markt zu bringen.

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