Tumor täuscht ADHS vor

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Berlin - Bestimmte Tumoren können bei Kindern die gleichen Symptome hervorrufen wie das Aufmerksamkeitsdefitsyndrom ADHS. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des amerikanischen National Institute of Health (NIH). Kinder könnten daher falsch behandelt werden und das Krankheitsbild verschlimmern, warnen die Forscher.

Die Tumorarten Phäochromozytom und Paragangliom sind dafür bekannt, dass sie in hohem Maß Catecholamine sezernieren – Substanzen, die das zentrale Nervensystem stimulieren. Die neuroendokrinen Tumore treten vor allem bei Erwachsenen zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf – doch immerhin 10 Prozent der Betroffenen sind Kinder, die meist eine genetische Disposition besitzen.

Patienten, bei denen die Tumoren auftreten, klagen häufig über Bluthochdruck. In der Folge treten Herzrasen, Kopfschmerzen oder Schwindel auf. Die Erkrankung geht einher mit einer bösartigen Vergrößerung der Nebenniere, welche unbehandelt tödlich verlaufen kann.

Den Wissenschaftlern des NIH fiel auf, dass einige Symptome denen ähneln, die bei Kindern mit ADHS auftreten. Sie evaluierten daher die Daten von 43 Kindern, die unter einer oder beiden Tumorarten litten, um einen möglichen Zusammenhang zwischen der Krebserkrankung und ADHS zu untersuchen. Die Daten wurden zwischen 2006 und 2014 erhoben.

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