Viagra: Zwei Drittel gefälscht

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Berlin - Mindestens zwei Drittel der in den Niederlanden konsumierten Viagra-Pillen sollen illegale Fälschungen sein. So steht es in einem Brief von fünf Forschern, der auf der Website des „British Medical Journal“ (BMJ) veröffentlicht wurde. Die niederländischen Chemiker fordern eine gründlichere Kontrolle von Online-Apotheken, die solche Präparate verkaufen.

Die Forscher schätzten den tatsächlichen Verbrauch von illegalem Sildenafil, dem Viagra-Wirkstoff, indem sie die dessen Rückstände im Abwasser niederländischer Städte überprüften („Abwasser-Epidemiologie“). Dafür maßen sie über einen Zeitraum von sieben Tagen den Sildenafil-Anteil in Kläranlagen, die das Abwasser von Amsterdam, Eindhoven und Utrecht aufbereiten.

Dann wurden die Verbrauchsmengen von legal abgegebenem Sildenafil auf der Basis der Einträge in den Datenbanken niederländischer Apotheken geschätzt und die beiden Werte miteinander verglichen.

Das Ergebnis: Mindestens 60 Prozent des nachgewiesenen Wirkstoffs konnte nicht durch Verschreibungen erklärt werden. In Amsterdam waren es 61 Prozent, in Utrecht 66 Prozent und in Eindhoven sogar 79 Prozent. Auch Schwankungen durch Touristen und Pendler könnten diesen hohen Anteil an illegalem Sildenafil nicht erklären, so die Forscher.

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