Ketoazidose

Gliflozine: Risiko bei Operationen Alexandra Negt, 21.11.2019 14:58 Uhr

Berlin - Das Risiko für eine Ketoazidose ist in Situationen mit vermehrten Insulinbedarf erhöht. Dies ist bei größeren operativen Eingriffen oder akuten schweren Erkrankungen der Fall. Anlässlich aktuell gehäufter Fallberichte weist die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) erneut auf dieses Risiko hin. Es wird empfohlen, die Behandlung mit SGLT-2-Inhibitoren (Gliflozinen) zu unterbrechen. Die Herausforderung: Eine rechtzeitige Diagnose von Gliflozin-assoziierten Ketoazidosen wird durch meist normale oder lediglich leicht erhöhte Blutzuckerwerte erschwert.

Unter der Behandlung mit Gliflozinen kann eine diabetische Ketoazidose auftreten, die mit normalen oder nur leicht erhöhten Blutzuckerwerten einhergeht. Weitere Symptome sind meist unspezifisch und schwer zu deuten.

Symptome, die eine Ketoazidose vermuten lassen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Anorexie
  • Bauchschmerzen
  • starker Durst
  • Schwierigkeiten beim Atmen
  • Verwirrtheit
  • ungewöhnliche Müdigkeit oder Schläfrigkeit

Bereits 2018 verfasste die AkdÄ ein Informationsschreiben zur Problematik der atypischen Ketoazidosen unter der Einnahme von SGLT-2-Inhibitoren. Es kommt zur Änderung des Insulin-Glukagon-Gleichgewichts durch den Verlust von Glukose über den Urin. Weitere Effekte der Gliflozine an der Bauchspeicheldrüse werden in Zusammenhang mit der Entstehung der Ketoazidosen diskutiert. Durch ein Zusammenspiel dieser beiden Mechanismen kommt es zur renalen Ausscheidung von Ketonkörpern.

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