Neurologie

FDA: Lyrica bei Rückenmarksverletzung

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Berlin -

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Zulassung für Lyrica (Pregabalin) erweitert. Demnach kann das Antiepileptikum jetzt auch bei neuropathischen Schmerzen angewendet werden, die mit Verletzungen des Rückenmarks einhergehen. Bislang ist das Präparat in den USA bei diabetischer Neuropathie, Postzosterschmerz, Fibromyalgie und fokalen Anfällen bei Epilepsie indiziert.

 

Dem Hersteller Pfizer zufolge leiden etwa 40 Prozent der Patienten mit Rückenmarksverletzungen an neuropathischen Schmerzen, etwa jeder Dritte von ihnen hat starke Schmerzen. Die Symptome können zwei Wochen nach der Verletzung beginnen und bis zu 25 Jahre andauern.

In den zulassungsrelevanten Studien waren 357 Patienten mit 150 bis 600 Milligramm Pregabalin oder Placebo behandelt worden. Eine Comedikation mit nichtsteroidalen Antiphlogistika und Opioiden war erlaubt. Nach zwölf und nach 16 Wochen war der Schmerz bei den mit Pregabalin-behandelten Patienten um 30 beziehungsweise 50 Prozent stärker gesenkt worden als unter Placebo.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählten Schläfrigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, Müdigkeit und periphere Ödeme. Pregabalin greift an den spannungsabhängigen Calciumkanälen im ZNS an. In Deutschland ist Lyrica zur Behandlung von Epilepsie, neuropathischen Schmerzen und generalisierten Angsstörungen zugelassen.

 

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