Fälschungen

Im ersten Jahr konnte in Deutschland kein Fälschungsverdacht bestätigt werden. Insgesamt wurden 60 Verdachtsfälle gemeldet – keiner wurde bestätigt. In den Niederlanden kam es zu einem Fälschungsalarm. Das Medikament war für den osteuropäischen Markt bestimmt. Dem niederländischen Großhändler fiel die Fehlermeldung auf, er meldete es der zuständigen Behörde und die Arzneimittelchargen konnten aus dem Verkehr gezogen werden. „An dem Meldeweg von Fälschungsverdachten an sich hat sich auch durch die Einführung von Securpharm nichts geändert.“ Das digitale System stelle nur eine Hürde zur Fälschung dar. Die weitere Verfolgung einer Arzneimittelfälschung unterliegt nicht dem Zuständigkeitsbereich des Vereins.

Auch die Fehlerquote beim Erstöffnungsschutz wird durch das System nicht erfasst. „Unsere Fehlerstatistiken beziehen sich lediglich auf Alarme, die durch die Scans ausgelöst werden. Der Anti-Tampering-Device fällt nicht in den Arbeitsbereich von Securpharm. Inwiefern es bei den Siegeln oder Heißleimverklebungen zu Schwierigkeiten kommt, bleibt unklar.

Der Verein zieht eine positive Bilanz nach dem ersten Jahr: „Aktuell besitzen 60 Prozent aller im Markt befindlichen Packungen einen digitalen Fälschungsschutz. Bei den restlichen 40 Prozent handelt es sich meist noch um Bestandsware, die bereits vor der Securpharm-Einführung im Umlauf war“, erklärt Bergen.

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