HIV-1-Infektionen

Delstrigo/Pifeltro: Doravirin im Faktencheck APOTHEKE ADHOC, 17.01.2019 09:58 Uhr

Berlin - Im Dezember hatte MSD Sharp & Dohme die doppelte EU-Zulassung für Doravirin erhalten – als Mono- und als Kombinationspräparat mit anderen antiretroviralen Arzneistoffen. Ein Steckbrief zum Wirkstoff, der Efavirenz überlegen ist.

Arzneimittel: Doravirin (DOR) ist als Monopräparat Pifeltro zu 100 mg erhältlich sowie unter dem Namen Delstrigo in Kombination mit Lamivudin (3TC, 300 mg) und Tenofovirdisoproxilfumarat (TDF, 245 mg) zugelassen. Beide Arzneimittel sind ab sofort verfügbar, die Großhändler werden voraussichtlich bis Ende dieser Woche beliefert sein. Eine Bestellung ist außerdem über den Webshop möglich.

Indikation: DOR wird in Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit HIV-1-Infektionen angewendet.

Dosierung: Die Tabletten – sowohl Pifeltro als auch das Single-Tablet-Regime (STR) – werden einmal täglich mit oder ohne eine Mahlzeit als Ganzes geschluckt. Wurde eine Einnahme vergessen, kann diese innerhalb von zwölf Stunden nachgeholt werden. Wird das Aussetzen der Dosis erst nach einem Zeitraum von mehr zwölf Stunden bemerkt, sollte der Patient die Einnahme nicht nachholen und mit der nächsten planmäßigen Einnahme fortfahren. Es sollten keine zwei Gaben gleichzeitig erfolgen.

Pharmakokinetik: DOR gehört zu den nicht-nukleoidischen Reverse-Transkriptase-Hemmern (NNRTI) und ist somit ein nicht-kompetitiver Hemmer der reversen Transkriptase. Anders als beim „Schlüssel-Schloss-Prinzip“ der Nukleosidischen-Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI) verändern die NNRTI die Bindungsstelle so, dass die katalytische Funktion der reversen Transkriptase unterbunden wird und sich das Virus nicht vermehren kann. Das Überschreiben der viralen RNA in DNA bleibt also aus.

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