Biontech: Dritte Dosis als Booster

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Berlin - In einer neuen Studie werden das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Partner Pfizer die Wirkung einer möglichen dritten Auffrischung mit ihrem Corona-Impfstoff testen. Dafür sollen 144 Teilnehmer in den USA sechs bis zwölf Monate nach ihren ersten beiden Spritzen eine dritte bekommen. Es sollen auch Studien zu neuen Impfstoffvarianten und eventuellen Boostern durchgeführt werden.

Untersucht wird unter anderem, wie sich diese Auffrischungsimpfung auf die Immunität gegen derzeit kursierenden und potenziell neu aufkommenden Varianten von Sars-CoV-2 auswirkt. Konkret wird den Angaben zufolge auf die Immunantwort des Körpers zum Zeitpunkt der dritten Impfung, nach einer Woche und nach einem Monat geschaut. Mitmachen werden Menschen aus zwei Altersgruppen – und zwar von 18 bis 55 Jahren und von 65 bis 85 Jahren, sie sollen im Rahmen der Studie bis zu zwei Jahre lang weiter beobachtet werden.

Die Studie wird sich auf Teilnehmer aus der Phase-I-Studie in den USA stützen, denen sechs bis zwölf Monate nach Erhalt ihrer ersten Zwei-Dosis-Therapie die Möglichkeit geboten wird, einen 30-µg-Booster des aktuellen Impfstoffs zu erhalten. Die Studie ist Teil der klinischen Entwicklungsstrategie von Biontech/Pfizer, um die Wirksamkeit einer dritten Dosis gegen sich entwickelnde Varianten zu bestimmen.

Derzeit breitet sich in Europa beispielsweise die britische Variante des Coronavirus stark aus, die als ansteckender als die ursprüngliche Form gilt. Außerdem gibt es noch eine südafrikanische und eine brasilianische Variante. Es gebe zwar keine Hinweise, dass zirkulierende Virusvarianten zu einem Verlust des Schutzes durch den Impfstoff führten, sagte Pfizer-CEO Albert Bourla. Dennoch würden Maßnahmen ergriffen, um entschieden handeln zu können, falls ein Stamm aufkomme, gegen den der Impfstoff keinen ausreichenden Schutz biete. Ähnlich klang das bei Biontech-Chef und -mitbegründer Ugur Sahin: „Wir wollen auf verschiedene Szenarien vorbereitet sein“, sagte er. Es liefen auch Vorbereitungen, den Impfstoff bei Bedarf schnell an neue Varianten anpassen zu können.

Um auf zukünftige Mutationen bestmöglich vorbereitet zu sein, plant Biontech eine klinische Studie zur Bewertung einer Vakzine mit modifizierter mRNA-Sequenz. Hierzu würden schon Gespräche mit den jeweiligen Aufsichtsbehörden geführt, darunter FDA und EMA. Die geplante Studie soll der Entwicklung eines Impfstoffes gegen die südafrikanische Mutation dienen. Biontech und auch andere Unternehmen hoffen, Impfstoffvarianten für Sars-CoV-2 auch zukünftig unter ähnlichen regulatorischen Bedingungen entwickeln und auf den Markt bringen zu können, wie es aktuell der Fall ist.

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