Zähneputzen könnte Herzinsuffizienz vorbeugen

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Berlin - Zähneputzen ist wichtig. Wie stark Mundhygiene die Gesundheit beeinflussen kann, wird noch immer vielfach unterschätzt. Eine Studie zeigt nun einen möglichen weiteren Zusammenhang.
 

Regelmäßiges Zähneputzen ist nicht nur wichtig, um Karies oder Parodontitis zu vermeiden – es könnte auch das Herz schützen. Das legt zumindest eine südkoreanische Studie nahe, deren Ergebnisse im Fachblatt „European Journal of Preventive Cardiology“
veröffentlicht wurden. Demnach haben Menschen, die sich mindestens dreimal am Tag die Zähne putzen, ein geringeres Risiko für
Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienzen.

An kaum einem anderen Ort unseres Körpers tummeln sich mehr Bakterien als in der Mundhöhle. Wird die Zahnreinigung vernachlässigt, werden diese nicht mehr in Schach gehalten. In der Folge können Entzündungen entstehen, die zunächst Zähne und Zahnfleisch betreffen und dann über Nervenbahnen und Blutgefäße in den Körper wandern.

Der Zusammenhang zwischen Zahnhygiene und einer Reihe von Krankheiten ist schon seit Längerem bekannt – etwa bei Lungen- und Herzentzündungen, Erektionsstörungen, Herzinfarkten und Schlaganfällen. Einen weiteren möglichen Zusammenhang ergab nun die Studie der südkoreanischen Ewha-Frauenuniversität. Das Team um Tae-Jin Song nutzte für die Analyse die Datenbank des National Health Insurance System und wählte daraus 161.286 Teilnehmer zwischen 40 und 79 Jahren aus, deren medizinische Vorgeschichte keine Herzprobleme enthielt. Bei einer Untersuchung wurden Daten zu Größe, Gewicht, Laborwerten, Krankheiten, Lebensstil, Mundgesundheit und Mundhygieneverhalten dieser Menschen erfasst. Durchschnittlich ein Jahrzehnt später wurde die Untersuchung wiederholt. Zu dem Zeitpunkt hatten 4911 der Teilnehmer (3 Prozent) ein Vorhofflimmern – also eine Herzrhythmusstörung – und 7971 (4,9 Prozent) eine Herzinsuffizienz entwickelt.

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