Vitamin C: Ein Mangel ist praktisch ausgeschlossen

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Berlin - Vitamin C ist das wohl bekannteste Vitamin und zählt zu den meist gekauften Nahrungsergänzungsmitteln. Dabei ist die Supplementierung aus Sicht der Verbraucherzentralen (VZ) gar nicht notwenig. Die VZ Sachsen-Anhalt nimmt den Tag von Vitamin C, der in den USA auf den 4. April fällt, zum Anlass, von NEM mit Ascorbinsäure abzuraten.

„Ein Mangel mit Vitamin C ist praktisch ausgeschlossen“, sagt Tabea Dorendorf vom Referat Lebensmittel der VZSA. NEM mit Ascorbinsäure seien „unnütz bis gefährlich“. Zudem sei der Tagesbedarf durch den Verzehr 200 g Orangen bereits gedeckt. Weitere natürliche Vitamin C-Lieferanten sind Zitrusfrüchte, Kartoffeln, Paprika oder Kohl. Allerdings kann der Gehalt je nach Zubereitungsart abnehmen.

Nicht nur Obst und Gemüse sondern auch Konserven, Fleisch- und Wurstwaren können Vitamin C enthalten. Denn Ascorbinsäure wird verarbeiteten Lebensmittel als Konservierungsmittel und Antioxidans zugesetzt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen ab einem Alter von 19 Jahren eine tägliche Zufuhr von 110 mg (Männer) beziehungsweise 95 mg (Frauen). Raucher haben einen Mehrbedarf von 155 beziehungsweise 135 mg.

Ist der Bedarf gedeckt, hat ein Mehr keine positiven Effekte, schreibt de VZSA. Denn das Vitamin werde dann schlichtweg über den Urin ausgeschieden. Auch in Studien konnte laut Verbraucherzentrale kein Zusammenhang zwischen einer zusätzlichen Einnahme und der Besserung von Erkältungskrankheiten beobachtet werden. Auch die DGE empfiehlt keine routinemäßige Einnahme von Vitamin C zur Prophylaxe oder Therapie von Erkältungskrankheiten.

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