Seuchengefahr in Flutgebieten „gering“

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Berlin - In den Hochwassergebieten laufen derzeit die Aufräumarbeiten weiter. Das Europäische Zentrum für die Präven­tion und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hatte befürchtet, dass es zu einem Anstieg verschiedener Infektionskrankheiten kommen könnte. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stuft die Gefahr von Seu­chenausbrüchen jedoch nun als „gering“ ein.

Viele Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind massiv von Starkregen und Überschwemmungen getroffen worden. Doch auch in Bayern und Sachsen sind Regionen beschädigt. Die Infrastruktur wurde in einigen Städten komplett zerstört: Strom, Gas, Telefonnetz und fließendes Wasser mussten erst wiederhergestellt werden. Dadurch kommt es unter anderem zu Störungen der Gesundheitsversorgung, erklärt das BBK. „Erhöhte Gesundheitsrisiken erfordern gleichzeitig besondere Hygienemaßnahmen der Bevölkerung.“

Infektionsgefahr durch Wasser und Schlamm

Denn Überschwemmungswasser und zurückbleibender Schlamm können massiv verunreinigt sein: „Beispielsweise mit Fäkalien aus der Kanalisation oder aus Jauchegruben oder mit giftigen Chemikalien (Heizöl, Industriechemikalien etc.). Ferner können sich in dem Brackwasser mit der Zeit Krankheitserreger bilden, die bei Kontakt zum Beispiel Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes oder der Haut bewirken können“, erklärt das Bundesamt.

Im Zuge der Aufräumarbeiten wächst auch die Sorge vor einem Anstieg der Tetanus-Erkrankungen: Denn hier besteht ein potentielles Infektionsrisiko. Bei Tetanus handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch verunreinigte Wunden entstehen kann. Bereits kleinste Verletzungen können ausreichen. Es empfiehlt sich, den Impfstatus zu überprüfen und gegebenenfalls eine Auffrischimpfung vorzunehmen.

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