Rezeptfälscher in Jena gestellt | APOTHEKE ADHOC
Apotheken melden Betrugsversuche

Rezeptfälscher in Jena gestellt

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Berlin -

In Jena waren zuletzt Rezeptfälscher unterwegs. Aus vier Apotheken erhielt die Polizei Hinweise, die schließlich am Freitag zum erfolgreichen Zugriff führten. Ob alle Fälle miteinander in Zusammenhang stehen, ist allerdings noch nicht klar.

Gleich aus mehreren Apotheken wurden am Freitag Vorfälle gemeldet, wo offensichtlich gefälschte Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente wie Testeron-Depot eingelöst wurden. In einer Apotheke wurden sogar zwei Anläufe unternommen – offensichtlich waren die Täter als Paar unterwegs. Die Apotheken waren sensibilisiert, denn sie waren per Rundschreiben informiert worden.

Kurz vor 10 Uhr erschien eine junge Frau in einer Apotheke in der Friedrich-Zucker-Straße in Jena Winzerla, um ein Rezept einzulösen, welches auf einen Mann ausgestellt war. Durch die Mitarbeiter wurde die Fälschung bemerkt und das Medikament nicht ausgehändigt.

Kurz nach 12 Uhr wurde der Polizei Jena ein weiterer Fall in einer Apotheke in Jena Lobeda gemeldet, wo ein gefälschtes Rezept bei der Nachkontrolle entdeckt wurde. Das verschriebene Medikament wurde bereits am 14. Dezember abgegeben und hatte einen Wert von über 1500 Euro. Angeblich verordnet war das Narkosemittel Ketanest (Ketamin).

Festnahme in der Apotheke

Die Beamten wurden aber bei der Aufnahme des Sachverhalts informiert, dass noch ein weiteres gefälschtes Rezept am selben Tag durch einen jungen Mann eingelöst wurde. Da das Medikament jedoch nicht vorrätig war, war vereinbart worden, dass er später wiederkommen soll, um es abzuholen.

Kurz nach 18 Uhr meldete sich die Mitarbeiterin der Apotheke erneut und teilet mit, dass der Mann nun wieder erschienen sei, um das Medikament abzuholen. Die Beamten konnten den Täter noch vor Ort stellen. Der 20-Jährige hatte bereits mehrfach gefälschte Rezepte eingelöst.

Der zuständige Staatsanwalt wurde über den Sachverhalt informiert und eine Wohnungsdurchsuchung beim Täter angeordnet. Neben zahlreichen Medikamenten wurden in der Wohnung auch technische Geräte wie Mobiltelefon und Computer zur Beweissicherung sichergestellt. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

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