Internationaler Frauentag – Die Apotheke ist weiblich

Ohne Frauen läuft in der Offizin: nichts APOTHEKE ADHOC, 08.03.2019 11:09 Uhr

Berlin - Berliner Apothekenmitarbeiterinnen können heute die Beine hochlegen. Am Internationalen Frauentag ist in der Hauptstadt neuerdings Feiertag. Alle anderen müssen arbeiten. Hier lesen Sie, was die Berlinerinnen heute feiern und warum die Apotheke weiblich ist.

Der freie Tag ist der Versuch, ein bisschen Gerechtigkeit ins bundesdeutsche Feiertags-Karussell zu bringen. Er überraschte die Berliner Ende letzten Jahres per politischem Beschluss. Zur Auswahl hätten auch andere Tage gestanden, der Frauentag als neuer Feiertag wurde den Hauptstädtern quasi von oben „verordnet“. Bislang hatten die Berliner nämlich nur neun arbeitsfreie Feiertage im Jahr – so wenige wie kein anderes Bundesland. Zum Vergleich: Die Bayern (die lautstark gegen den neuen Haupt-Feiertag protestieren) haben 13, die Baden-Württemberger zwölf.

In der Apotheke geht ohne Frauen jedenfalls nichts: Laut ABDA-Zahlen liegt der Anteil an Apothekerinnen in deutschen Apotheken bei 72,6 Prozent, bei 48,4 Prozent unter den Apothekenleitern. In der pharmazeutischen Industrie sind 60,8 Prozent der Apotheker Frauen. Nur bei der Bundeswehr dominiert der Männeranteil, hier sind 35,7 Prozent der Apotheker weiblich. Bei den PTA liegt der Frauenanteil bei 97,2 Prozent, bei den PKA bei 98,4 Prozent. In den ostdeutschen Bundesländern liegt der Anteil der Frauen im Beruf der Pharmazie-Ingenieure bie 96,8 Prozent.

Mit dem neuen Berliner Feiertag wird vielleicht auch die Institution des Internationalen Frauentages gestärkt. Er geht auf die Konferenz sozialistischer Frauen im Jahr 1910 in Kopenhagen zurück, Initiatorin war die Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin (1857-1933). Der erste Frauentag fand 1911 statt, zu den wichtigsten Forderungen im vergangenen Jahrhundert gehörte die Einführung des Frauenwahlrechts, die 1918 erreicht wurde. In der DDR wurde er ab 1947 offiziell begangen, man wollte die Gleichberechtigung fördern und die Arbeit der Frauen würdigen. Im Westen gewann der Feiertag erst in den 1970er-Jahren durch die Frauenbewegung an Bedeutung.

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