Impfung empfohlen

Gelbfieber bei deutschen Brasilien-Touristen dpa, 13.04.2018 12:23 Uhr

Berlin - Drei Deutsche haben sich bei Aufenthalten in Brasilien mit Gelbfieber angesteckt. „Nach 1999 sind dies die ersten deutschen Staatsbürger von denen bekannt ist, dass sie an Gelbfieber erkrankten“, heißt es in einem aktuellen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI). Einer der Patienten starb an der Krankheit, die durch Mückenstiche übertragen wird. Alle drei Reisenden hatten sich den Angaben zufolge im Februar auf der bei Touristen sehr beliebten Insel Ilha Grande aufgehalten.

Brasilien kämpft derzeit laut Weltgesundheitsorganisation WHO mit der schlimmsten Gelbfieber-Epidemie seit Jahrzehnten. Aktuell empfiehlt das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen „dringend“ allen Brasilien-Reisenden ab dem vollendeten 9. Lebensmonat eine Impfung gegen die schwere Virusinfektion. Spätestens zehn Tage vor der Einreise soll man sich immunisieren lassen. Die Empfehlungen waren entsprechend der Verbreitung der Krankheit in Brasilien ständig erweitert worden. Den Angaben zufolge verlangt das Land von Einreisenden aus Europa derzeit keinen Nachweis der Impfung.

Die betroffenen Brasilien-Reisenden aus Deutschland waren nach RKI-Angaben nicht gegen Gelbfieber geimpft und hatten sich vorab auch nicht reisemedizinisch beraten lassen. Die beiden genesenen Patienten berichteten nach RKI-Angaben von vielen Mückenstichen beim Trekking, die Impfhinweise seien ihnen nicht bekannt gewesen. Laut WHO gab es auch schon mehrere Gelbfieber-Fälle bei Brasilien-Touristen aus anderen Ländern.

Das Gelbfieber-Virus zirkuliert normalerweise zwischen Affen und Mücken. Beim Menschen kann die Krankheit sehr unterschiedlich verlaufen. Sie beginnt mit Symptomen wie hohem Fieber, Übelkeit und Schmerzen, die nach einigen Tagen abklingen. Bei 15 Prozent der Erkrankten kommt es zu einer schweren, teils tödlich verlaufenden zweiten Phase. Dabei kann eine Gelbsucht auftreten – daher der Name der Infektion. Eine ursächliche Therapie gibt es nicht.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Markt

Reduktion von Verwaltungskosten

63 Jobs: Stada baut um»

Kosmetik

In A Second: Eubos setzt auf Ampullen»

Kooperationsgipfel

Warm-up vor dem Gipfel»
Politik

Noweda-Zukunftspakt

Kuck: „Wir kämpfen für jede Apotheke“»

Arzneimittelengpässe

Brexit: HIV-Versorgung in Gefahr?»

Arzneimittelverunreinigungen

Valsartan: Die erste Zivilklage»
Internationales

Kein mildes Urteil

Mann bricht dreimal in dieselbe Apotheke ein»

Österreich

Revolte gegen Verbandspräsident Rehak»

Digitalisierung

Österreich: eRezept bis 2022 im ganzen Land»
Pharmazie

Lieferengpass

Darum fehlt Simva Basics»

Biosimilars

Konkurrenz für Roche: Pfizer bekommt Avastin-Zulassung»

AMK-Meldung

NMBA ist die neue Verunreinigung in Losartan»
Panorama

Arbeitnehmerrechte

Gekündigter Chefarzt: Bundesarbeitsgericht verschärft Vorgaben für Kirchen»

Stromausfall in Köpenick

Versorgung durch die Klappe»

NDR Visite: Zulassungskontrollen

Der Fall Zinbryta»
Apothekenpraxis

Großhändler

Gehe richtet Securpharm-Hotline ein»

Nach einem Jahr und drei Monaten

Kein Center: Easy-Apotheke in Rietberg muss schließen»

Warnung vor Mitarbeiterdiebstahl

PKA fühlen sich unter Generalverdacht»
PTA Live

Brauchtumspflege Karneval

„Von der Region für die Region“»

Aktionstage für Kinder

Apotheke wird Gummibärchen-Werkstatt»

DKMS-Projekt

PTA bietet Kosmetikkurse für Krebspatientinnen»
Erkältungs-Tipps

Hühnersuppe bei Erkältung

Kochen für die Seele - Hühnersuppe»

Was Oma schon wusste

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen»

Aromatherapie

Ätherische Öle bei Erkältung»