Hoffnung für Leukämie-Patient

„Es ist, als könnte man fliegen“ APOTHEKE ADHOC, 23.04.2018 14:36 Uhr

Berlin - Der 19-jährige Leon aus dem rheinland-pfälzischen Mendig ist an Blutkrebs erkrankt. Nun wurde in der Datenbank der DKMS ein passender Spender gefunden. Auch ein Pharmaunternehmen hat engagiert geholfen und 1800 Menschen mobilisiert, sich als Spender zu registrieren.

Als die Diagnose kam, stand das Leben still und Leon erfuhr, dass nur eine Stammzellentransplantation sein Leben retten kann. Seitdem hat der 19-Jährige viel Zeit im Krankenhaus verbracht, viele angstvolle Tage und Nächte durchlebt. Jetzt sagt seine Mutter: „Es ist, als könnte man plötzlich fliegen. So viele Emotionen kann man nicht in Worte fassen, wenn diese unglaubliche Nachricht kommt. Plötzlich dreht sich alles weiter, genauso plötzlich, wie es stillgestanden hat. Jeder, wirklich jeder kann mit einem einfachen Test eine Person, eine Familie aus einer stillen, angsterfüllten Welt zurückholen in eine Zukunft – die ohne einen Stammzellenspender nicht möglich wäre.“

Auch Maik Wienpahl, Vertriebsleiter bei pharmacia24, war es ein Herzensanliegen, etwas für Leon zu tun. „Ich bin ein Kind der Region und hatte von meinem Vater von dem Fall gehört.“ Gemeinsam mit vielen Helfern initiierte er die Aktion „Leon will leben“ und unterstützte im März einen Typisierungsaktion in Mendig. „Diese Aktion wurde in den sozialen Medien so stark gehypt, dass aus erwarteten 500 Typisierungen 1800 wurden. Und es wurden insgesamt 80.000 Euro gespendet.“ Eine Typisierung kostet 35 Euro. pharmacia24 steuerte weitere 5000 Euro bei. Als Geschäftsführer Marc Wolter vor vier Jahren den teilsortierten Großhandel für hochpreisige Arzneimittel gründete, stand von Anfang an auch Charity auf seinen Plänen. Von jeder verkauften Packung gehen drei Cent auf das Konto seines „3 Cent Projektes“. Das so gesammelte Geld kommt karitativen Aktionen zugute.

Der Spender für Leon wurde, so DKMS-Sprecherin Bettina Steinbauer, schlussendlich in der DKMS-Datenbank gefunden. „Wir freuen uns natürlich sehr über die 1800 neuen Typisierungen aus Mendig.“ Denn jede Typisierung vermag vielleicht eines Tages einem anderen Kranken zu helfen. Auch Wienpahl ist glücklich: „Wir sind unglaublich froh, dass wir ein Teil der Aktion waren und ein junger Mann jetzt wieder eine Aussicht auf ein schönes und langes Leben haben kann.“

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