Schizophrenie-Schicksal

Eleanor & Colette: Gemeinsam gegen die Pharmaindustrie Silvia Meixner, 19.04.2018 14:42 Uhr

Berlin - Eleanor ist an paranoider Schizophrenie erkrankt, führt jedoch mit Hilfe von Medikamenten ein selbstständiges Leben. Als die US-Amerikanerin angesichts starker Nebenwirkungen die Dosierung selbst bestimmen möchte, wird ihr das von Ärzten verboten. Eleanor zieht vor Gericht. Der Film nach dieser wahren Geschichte heißt „Eleanor & Colette“. APOTHEKE ADHOC ist Medienpartner und verlost via Facebook zweimal fünf Karten für diesen bewegenden Film mit Starbesetzung. Hier geht's zum Gewinnspiel!

Eleanor Riese wird von Helena Bonham Carter („Planet der Affen“, „Harry Potter“, „Fight Club“) dargestellt, die Rolle der Colette Hughes spielt die zweifache Oscar sowie Golden Globe-Preisträgerin Hilary Swank („Karate Kid IV“, „Boys don‘t cry“, „Beverly Hills, 90210“).

Im richtigen Leben wie im Film zieht Eleanor mit Unterstützung ihrer Anwältin Colette vor Gericht, gemeinsam legen sie sich mit Pharmazie und Medizinern an. Der Fall, der Vorlage für den Kinofilm ist, ereignete sich in den 1980er-Jahren in den USA. Anfangs erscheint die Angelegenheit ziemlich aussichtslos, doch die beiden Frauen, die mehr und mehr zu Freundinnen werden, schaffen es, ihren Fall bis vor den Obersten Gerichtshof der USA zu bringen.

Eleanor ist charmant und exzentrisch, Colette ein wenig verkniffen. Die beiden Frauen lernen voneinander und Colette beginnt, aufzutauen. Eleanors Schicksal ist bewegend, die Erlebnisse mit ihrer Krankheit erschütternd: Als Spätfolge einer kindlichen Gehirnhautentzündung erkrankte sie im Alter von 25 Jahren an Schizophrenie. Viele Jahre nahm sie das Neuroleptikum Thioridazin ein. Die schädlichen Nebenwirkungen nehmen mit den Jahren zu, auch der Umstieg auf andere Präparate bringen der Patientin keine Besserung ihrer gesundheitlichen Situation.

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