DGKH rechnet mit mehr resistenten Klinikkeimen

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Berlin -

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene geht von mehr Todesfällen in Krankenhäusern aufgrund Infektionen mit resistenten Erregern aus als bisher bekannt. Statt der 7500 bis 15000 Toten gebe es „mehr als 30.000 bis 40.000 Todesfälle, wahrscheinlich weit mehr“, zitieren verschiedene Medien den Vizepräsidenten der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, Professor Dr. Walter Popp.

Die DGKH hatte schon früher darauf hingewiesen, dass es keine exakten Zahlen gebe. Auszugehen seien aber von 900.000 solcher Infektionen pro Jahr. „Uns geht es nicht darum, zu skandalisieren“, sagte Präsident Professor Dr. Martin Exner im März. Vielmehr müsse Abhilfe geschaffen werden – egal, ob man nun von höheren oder niedrigeren Opferzahlen ausgehe.

Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums wies die DGKH-Zahlen als falsch zurück. „Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene geht hier von einer falschen Annahme aus, da sie Tote, die einen resistenten Erreger in sich tragen, gleichsetzt mit Todesfällen durch einen resistenten Erreger.“ Zutreffend seien die offiziellen Schätzungen, nach denen in Deutschland pro Jahr 10.000 bis 15.000 Patienten infolge von Krankenhausinfektionen sterben.

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