Berührungsängste abbauen: PhiP treffen PJler

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Berlin - Die Kommunikation zwischen Ärzten und Apothekern verläuft nicht immer ganz problemlos. Missverständnissen und Berührungsängsten soll ein Workshop des Instituts für Allgemeinmedizin an der Universität Frankfurt vorbeugen. Dort kamen zum mittlerweile dritten Mal angehende Mediziner und Pharmazeuten zusammen, um Einblicke in den Alltag der jeweils anderen Berufsgruppe zu gewinnen.

Im April 2018 fand der Workshop für Medizin- und Pharmaziestudierende das erste Mal statt. Das Angebot richtet sich an Humanmediziner, die sich in ihrem Praktischen Jahr (PJ) für das Wahlfach Allgemeinmedizin entschieden haben, und an Pharmazeuten im Praktikum (PhiP). Initiiert wurde der Workshop von der Landesapothekerkammer und findet in Zusammenarbeit mit der Universität Frankfurt im dortigen Institut für Allgemeinmedizin statt.

Ziel sei es, dass die angehenden Ärzte und Apotheker vor Berufsstart die Perspektive der anderen Berufsgruppe kennenlernen. Auch sollen die Teilnehmer für Nebenwirkungen und Interaktionen bei der Verordnung von Medikamenten sensibilisiert werden. Eine bessere Zusammenarbeit von Medizinern und Pharmazeuten komme vor allem den Patienten zugute, betonte Kursleiter Dr. Armin Wunder, Lehrbeauftragter des Instituts.

Auch Berührungsängste und Vorurteile zwischen den Berufsgruppen, wie sie oftmals unter älteren Kollegen herrschten, könnten mit solchen Aktionen abgebaut werden. Dr. Pamela Reißner, stellvertretende Bereichsleiterin Pharmazie bei der Landesapothekerkammer Hessen, hob die Einzigartigkeit des Projekts hervor: Zwar gebe es an Universitäten gemeinsame Vorlesungen für Mediziner und Pharmazeuten – die interdisziplinäre Kooperation im Patientenfall gebe es jedoch nur in Frankfurt.

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