Berlin

Fälscher mit Asyl-Rezepten unterwegs

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Berlin -

In mehreren Berliner Apotheken sind in den vergangenen Tagen gefälschte Rezepte für hochpreisige Psychopharmaka abgegeben worden. Die Rezepte sollen aus Gesundheitseinrichtungen mehrerer Flüchtlingsheime gestohlen worden sein. Der oder die Täter wurden noch nicht gefasst.

Mehrere Berliner Apotheken gingen in den vergangenen Tagen Rezeptbetrügern auf den Leim. Abgegeben wurden nach Angaben der betroffenen Apotheker Privatrezepte, die aus den medizinischen Notfallstellen mehrerer Flüchtlingsheime stammen sollen. Wie in anderen Bundesländern auch, werden Verordnungen für Flüchtlinge auf Muster-16-Rezepten ausgestellt. In den sogenannten Med-Punkten und in den Rettungsstellen für Asylsuchende werden aber auch blaue Privatrezepte ausgestellt. Sind als Kostenträger „Asyl Berlin“ oder „KV Berlin-Asyl“ angegeben, können diese Privatrezepte ganz normal abgerechnet werden.

Die Rezepte sollen ausschließlich in Apotheken in der Nähe von Berliner S- und U-Bahnhöfen abgegeben worden sein. Auch die Barbara-Apotheke, die in unmittelbarer Nähe des U-Bahnhofs Onkel Toms Hütte liegt, gehört zu den Geschädigten.

Laut Inhaber Carsten Herdin kam in der vergangenen Woche ein Mann mittleren Alters mit Migrationshintergrund in die Apotheke. Auf Englisch habe er anhand eines Rezeptfotos drei Packungen Lyrica 300 geordert. Am Freitag holte er die bestellten Arzneimittel ab. Dabei habe er ein Rezept mit einer offenbar gefälschten Unterschrift und ohne Arztnamen vorgelegt. Dies hat die Mitarbeiter der Apotheke allerdings erst später bemerkt.

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