OTC-Medikamente

Wobenzym streicht Plus

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Berlin -

Namensänderung für Wobenzym plus: Seit Jahresbeginn ist das Enzympräparat von Mucos ohne den Suffix „plus“ unterwegs. Zum Februar wird der Vorgänger gänzlich verschwinden.

Apotheker haben bei Wobenzym in den vergangenen Jahren verschiedene Änderungen miterlebt. Im Zuge des abgeschlossenen Nachzulassungsverfahrens erfolgte zum neuen Jahr eine weitere Umstellung. Mucos hat die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vorgegebene Namensänderung umgesetzt.

Im Rahmen der Umstellung haben alle Packungsgrößen eine neue PZN erhalten. Außerdem wurde das Design der Verpackungen verändert. Auf der Vorderseite sind fortan die Indikationen zu finden. „Unterstützende Enzymtherapie bei schmerzhafter Arthrose, verletzungsbedingte Schmerzen und oberflächliche Venenentzündungen.“ Zusätzliche Anwendungsgebiete sind auf der Rückseite des Kartons zu finden.

An der Zusammensetzung des Enzym-Präparates hat sich jedoch nichts geändert. Wobenzym plus wird zum Februar „außer Vertrieb“ gemeldet. „Die bisherigen Packungen sind weiterhin verkehrsfähig und können abverkauft werden. Eine Retourenregelung ist daher nicht vorgesehen“, teilt das Unternehmen mit, dessen Mutterkonzern Atrium gerade von Nestlé gekauft wurde.

Enzympräparaten werden entzündungshemmende, abschwellende und schmerzlindernde Eigenschaften zugesprochen. Die Bio-Katalysatoren können beispielsweise nach Sportverletzungen, Operationen oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen eingesetzt werden. Das Portfolio der Hersteller bietet verschiedene Zusammensetzungen.

Ursapharm hat mit Bromelain POS ein Monopräparat mit Ananas-Enzym auf dem Markt. Indiziert ist das Präparat als Begleittherapie bei akuten Schwellungen nach Operationen und Verletzungen – Schwerpunkt sind die Nase und die Nebenhöhlen. Die Tabletten vermögen zudem Schwellungen nach Operationen zu mindern. Laut Hersteller bindet das Enzym Stoffe, die für die Schwellung verantwortlich sind, und spaltet diese auf, was deren Abtransport erleichtert. Auf das Enzym der Ananas setzt das Unternehmen auch bei Bromelaintabletten Hysan.

Wobenzym mit Rutosid, Bromelain und Trypsin können Erwachsene zur Unterstützung bei verletzungsbedingten Schwellungen, Entzündungen oder Schmerzen anwenden sowie bei Thrombophlebitis, Entzündungen des Urogenitaltraktes oder schmerzhafter Arthrose und Weichteilrheumatismus.

Da Enzyme nur eine geringe Verfügbarkeit besitzen, sind mit Blick auf die Aktivität bei der Einnahme einige Dinge zu beachten. Für Wobenzym beträgt die Dosierung beispielsweise sechs bis zwölf Tabletten pro Tag – auf mehrere Gaben verteilt. Empfohlen werden in der ersten Behandlungswoche zwei Gaben zu je sechs Tabletten, gefolgt von zweimal täglich drei Tabletten über einen Zeitraum von zwei Monaten als Kur, wenn die Beschwerden immer wiederkehren. Der Einnahmezeitpunkt sollte richtig gewählt sein. Um eine gute Aufnahme der Enzyme zu gewährleisten, sollten die Tabletten mindesten 30 bis 60 Minuten vor oder frühestens 90 Minuten nach einer Mahlzeit eingenommen werden.

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