Arzneimittelwerbung

Kritik an Mucosolvan-Kampagne APOTHEKE ADHOC, 03.09.2018 08:56 Uhr

Werbung für Arzneimittel und Medizinprodukte, die sich direkt an Kinder unter 14 Jahren richtet, ist nach dem Heilmittelwerbegesetz (HWG) verboten. Im März kritisierten die Bundestagsfraktion der Grünen, einige OTC-Hersteller würden dieses Verbot umgehen, indem sie in ihren Werbekampagnen Eltern ansprechen und die Verabreichung ihrer Produkte an Kinder auch bei banaleren Beschwerden empfehlen. Einige der enthaltenen Wirkstoffe seien aufgrund des Nebenwirkungsprofils bedenklich oder der Nutzen der Produkte umstritten.

Konkret wurde die Werbung für Ibuprofen moniert. Es ging um zwei Nurofen-Spots, die für die Verabreichung des Wirkstoffs an Kinder werben und einen Zugewinn an Lebensqualität für die Eltern versprechen. Doch die Fraktion blitze beim Bundesgesundheitsministerium (BMG) ab.

Der Werberat hat einen Werbekodex als Verhaltensregeln festgelegt, an denen sich das Kontrollorgan orientiert. So darf Werbung das Vertrauen der Verbraucher nicht missbrauchen oder ein Fehlen an Wissen ausnutzen. Der Kodex verbiete jede Form der Diskriminierung, sei es in Bezug auf Religion, Geschlecht, Alter, Behinderung oder sexueller Orientierung. Auch das Anregen von Gewalt, Aggressivität oder unsozialen Verhaltens sind tabu. Zudem sollte Kindern und Jugendlichen kein seelischer Schaden zugefügt oder Angst erzeugt werden.

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