Biopharmazeutika

Ärzte pro Biosimilars

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Berlin -

Biopharmazeutika sind auf dem Arzneimittelmarkt weiter auf dem Vormarsch. Damit wächst der Markt für Biosimilars. Und das ist auch gut so, finden Deutschlands Fachärzte laut einer Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars.

Im Auftrag der AG befragte DocCheck 181 Ärzte der Fachrichtungen Rheumatologie, Onkologie, Nephrologie und Gastroenterologie. 49 Prozent der teilnehmenden Mediziner glauben, dass Biosimilars dank ihres günstigeren Preises dazu beitragen könnten, bestehende Versorgungslücken zu schließen.

62 Prozent denken, dass die Präparate das Gesundheitssystem finanziell entlasten werden, weil sie zu erheblichen Einsparungen im Bereich der Biopharmazeutika führten. 88 Prozent der Ärzte zeigten sich davon überzeugt, dass Biosimilars in Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit schon so ausgereift seien, dass sie ein Erstanbieterpräparat ersetzen könnten.

Schon 2016 kam die Barmer GEK zum Schluss, dass sich durch eine stärkere Nutzung von Biosimilars Milliarden einsparen ließen. Im Arzneimittelreport der Kasse betitelte die Kasse das Einsparpotenzial auf mehr als vier Milliarden Euro bis 2021.

Bei einer Therapie mit biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sollten Biosimilars verstärkt angewendet werden, denn die Versorgungsqualität leide nicht darunter, erklärte Barmer-Chef Dr. Christoph Straub. Und die frei werdenden Mittel könnten in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für andere innovative Medikamente verwendet werden. Aufgabe der Ärzte sei es, Biosimilars medizinisch richtig, aber eben auch wirtschaftlich sinnvoll zu verordnen.

Biosimilars werden mit hohem Aufwand entwickelt und sind vergleichsweise hochpreisig. Umso wichtiger ist für die produzierenden Unternehmen ein schneller und leichter Marktzugang. Doch die Kassen schließen zum Teil noch vor Patentablauf Verträge mit dem Originalhersteller, so geschehen beim Immunsuppressivum Remicade (Infliximab).

Die AG Pro Biosimilars setzt sich für eine Regulierung des Marktes ein, damit mehr Konkurrenz entstehen könne. Die AG fand sich bereits 2015 unter dem Dach des des Branchenverbands Pro Generika zusammen. Ihr gehören Sandoz/Hexal, Hospira, Mylan, Stada und Teva/Ratiopharm an. Mitmachen darf, wer in Deutschland Biosimilars entwickelt, herstellt oder auf den Markt bringt.

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