Ebert+Jacobi

Der Primus der Privaten Carolin Bauer, 02.11.2016 09:44 Uhr

Berlin - Fast 300.000 Packungen werden täglich vom Großhändler Ebert+Jacobi an Apotheken geliefert. Mit rund 2000 Kunden ist das Würzburger Unternehmen bislang der größte Anbieter unter den privaten Pharmagroßhandlungen. Das Unternehmen wird in vierter Generation von Ralph-D. Schüller geführt.

Die Großhandlung geht auf das Unternehmen „Materialwaaren und Droguenhandlung“ zurück, das 1884 von Phillip Jacobi und Emil Ebert in Rodach bei Coburg gegründet wird. Kurz darauf wird der Firmensitz nach Unterfranken verlegt, und Ebert verlässt das Unternehmen. 1920 übernehmen die Apotheker Fritz Müller und Ludwig Schüller, Schwiegersöhne von Jacobi, die Leitung. Im Zweiten Weltkrieg wird der Firmensitz zerstört, die Belieferung rollt nach Kriegsende wieder an.

1949 tritt mit Friedrich Schüller die dritte Generation an. Der Vater des heutigen Firmenchefs gründet 1964 in Heidenheim die erste Zweigniederlassung. Noch vor seinem Tod im Jahr 1987 kauft er die hessische Großhandlung Spangropharm, die 1916 vom Apotheker Max Woelm gegründet und mehrfach verkauft worden war. Zuletzt hielt ein amerikanisches Unternehmen die Anteile.

Die Übernahme erweist sich für Ralph-D. Schüller, der direkt nach dem BWL-Studium die Nachfolge im Familienunternehmen antritt, als Glücksfall. Nach dem Mauerfall 1989 öffnet sich hinter der ehemaligen innerdeutschen Grenze ein neuer Kundenstamm. Durch den Standort nahe Thüringen können auch Kunden in Ostdeutschland beliefert werden. Schüller, damals 27 Jahre alt, geht selbst auf Akquise in den neuen Ländern und kann über Nacht 150 neue Apotheken gewinnen.
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