Repellentien

Anti Brumm: Forte auch für Kinder Carolin Bauer, 21.07.2015 14:59 Uhr

Berlin - Mückenschutzmittel müssen laut EU-Biozidverordnung zugelassen werden; Diethyltoluamid (DEET) stand bei der Wirkstoffprüfung zuerst auf dem Plan. Der OTC-Hersteller Hermes hat die Zulassung für sein „Anti Brumm Forte“ erhalten, allerdings wurde die Deklaration verändert: Statt wie zuvor für Kleinkinder wurde es zur Verwendung bei Jugendlichen und Erwachsenen ab 12 Jahren umgestellt. An der Rezeptur hat sich laut Hermes nichts verändert. Deshalb wehrt man sich in München mit einem Änderungsantrag. In Apotheken hat die Umstellung zu Verwirrung geführt.

Repellentien sollen nach dem Willen der EU vereinheitlicht werden. Die hierzulande für Biozide zuständige Behörde ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Das Chemikaliengesetz (ChemG) sieht in Umsetzung der EU-Verordnung zunächst ein Bewertungsverfahren für biozide Wirkstoffe und anschließend ein Zulassungsverfahren für betroffene Produkte vor.

Anti Brumm Forte enthält 30 Prozent DEET und wird von Hermes hierzulande seit 2011 vertrieben. Das Mückenspray war eigentlich zur Anwendung für Kinder ab drei Jahren vorgesehen. Der Hersteller musste die Anwendungsempfehlung jedoch zuletzt anpassen. Dies war eine Bedingung für die Zulassung, die Hermes Anfang 2014 erhalten hat. Die Umstellung hat bei Apothekenkunden für Aufregung gesorgt: Eltern hätten irritiert nachgefragt, ob sie das Produkt weiter für die ganze Familie verwenden können, sagt ein Apotheker.

Der Hersteller empfiehlt das Spray aber weiterhin für Kleinkinder: „Wir haben an der Produktrezeptur nichts geändert“, sagt Marketingleiter Michael Kudera. Die Zusammensetzung des ehemalig registrierten Produktes sei identisch mit dem zuletzt zugelassenen. Hermes hat deshalb einen Antrag zur erneuten Bewertung der Altersangabe eingereicht.

In der Schweiz ist das Produkt der Galenica-Tochter Vifor ebenfalls auf dem Markt.

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