Großhandel

Noweda: Wer nicht bestellt, fliegt raus

, Uhr aktualisiert am 21.11.2016 11:42 Uhr
Berlin -

Die Noweda macht Ernst: Wer ein Jahr lang keine Ware bestellt, wird aus der Genossenschaft ausgeschlossen. Die Generalversammlung winkte in Essen eine entsprechende Satzungsänderung durch. Andere Vorschläge wurden dagegen noch abgesoftet.

Hat ein Apotheker zwölf Monate lang keine Ware von der Noweda oder einem ihrer Tochterunternehmen bezogen, obwohl er die Voraussetzungen dafür erfüllt, endet die Mitgliedschaft zum Ende des Geschäftsjahres, in dem die Frist abgelaufen ist. „Mitglieder, die keine Geschäftsbeziehung unterhalten, obwohl sie dazu in der Lage sind, sollen aus der Genossenschaft ausscheiden und nicht mehr von der Dividende partizipieren können“, heißt es zur Begründung. „Die Mitgliedschaft in und die Beteiligung an der Noweda soll nicht zur reinen Kapitalanlage abgewertet werden. Die Regelung verhindert das Ausnutzen der genossenschaftlichen Gemeinschaft der Mitglieder.“

Um die volle Dividende zu erhalten, reicht es aber nicht aus, einfach nur ein Minimum zu bestellen. Wer weniger als 360.000 Euro Nettoumsatz mit der Noweda macht, bekommt – wie die investierenden Mitglieder – nur 75 Prozent der Ausschüttungsquote.

Zur Begründung heißt es, dass nur förderfähige Mitglieder, die eine Geschäftsbeziehung mit der Genossenschaft in angemessenem Umfang unterhalten, in den Genuss der vollen Dividende kommen sollen. Die liegt in diesem Jahr bei 9,35 Prozent für die Grund- und 11,22 Prozent auf die freiwilligen Anteile.

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