„Krebsmafia“: Zeifang lässt Verkauf stoppen

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Berlin - Nächste Runde im Streit um das Enthüllungsbuch „Die Krebsmafia“. Das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) verfügte, dass die gedruckte Version des Buches mit sofortiger Wirkung vom Markt genommen werden muss.

Günter und Christiane Zeifang und der aus der Elb-Apotheke hervorgegangene Herstellbetrieb „HCA – Healthcare Altona Pharma“, vormals C & C Compound & Care Pharma, hatten geklagt und vor dem Landgericht Hamburg erwirkt, dass rund 40 Passagen nicht weiter verbreitet werden dürfen. Es handelte sich um zahlreiche Details zu den geschäftlichen Aktivitäten der Hamburger Apothekerfamilie, die in ihren Nuancen als Falschbehauptungen zum Nachteil der Betroffenen ausgelegt wurden.

Auf Lesungen durften die entsprechenden Passagen beispielsweise nicht mehr vorgetragen werden, im E-Book mussten sie gelöscht werden. Das gedruckte Buch durfte aber ohne Schwärzungen weiter verkauft werden.

Der Verlag Bastei Lübbe informierte selbst über die Entscheidung des Gerichts: „Kein vollumfängliches Verbot“, war in einer Pressemitteilung zu lesen. Die gedruckte Ausgabe des Buchs könne weiterhin verkauft werden, so der Verlag. Deswegen legten die Apotheker und das Unternehmen selbst Beschwerde beim OLG ein und bekamen Recht. Der Verlag habe Werbung für eine Veröffentlichung betrieben, von der er wusste, dass sie Äußerungen enthielt, die nicht verbreitet werden durften. Damit verdiene das wirtschaftliche Interesse des Verlags keinen Schutz mehr, entschied das OLG und verbot den Vertrieb aller Exemplare, die die umstrittenen Aussagen noch enthalten.

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