Immobilien-Investor finanziert Bönigs E-Rezept

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Bönig ist zuversichtlich, dass das Geschäftsmodell aufgeht: Nach seinen Angaben arbeitet Vitabook bereits mit 8490 Ärzten zusammen: „Die haben schon mal über Vitabook ein Rezept ausgestellt, die tun das“, so Bönig. Außerdem kann Bönig auf 517 Partner-Apotheken zugreifen. Bei diesen sollte die Bestellung ebenfalls kein Problem sein. Bönig setzt darauf, dass weitere Apotheken sich das Zusatzgeschäft über Vitabook nicht entgehen lassen wollen: „Wir reden nicht über Regen, wir sorgen dafür, dass Regen in der Apotheke ankommt.“

Den Bonus von 2,50 Euro pro Rx-Arzneimittel erhalten die Vitabook-Kunden aber nur, wenn die Apotheke mitspielt, erklärt Bönig. Verweigert eine Apotheke die Abholung beim Arzt, geht der Patient leer aus. Bei den 517 „patientenfreundlichen“ Partner-Apotheken sei dieser Service garantiert, so Bönig.

Nicht verstehen kann Bönig Kritik an seinem E-Rezept-Modell. Durch die Brille der Vitabook-Kunden betrachtet, handele es sich tatsächlich um ein E-Rezept: „Der Kunde registriert sich bei Vitabook, wählt am Computer den Arzt und die Apotheke aus und erhält das Arzneimittel auf Wunsch nach Hause geliefert. Er muss kein Papierrezept in die Hand nehmen“, so Bönig. Dass auf dem Weg vom Arzt zum Apotheker gleichwohl das herkömmliche Papierrezept transportiert werden muss, hält Bönig für Interessen geleitete Kritik aus Apothekersicht.

Auch rechtlich sieht Bönig in seinem Geschäftsmodell keine Probleme: Vitabook schicke im Namen des Patienten ein Fax an den Arzt, in dem er aufgefordert werde, das Folgerezept auszustellen. Das sei rechtlich genauso, als ob man das Rezept telefonisch anfordere. Der Patient entscheide, weder Arzt noch Apotheker „kuschelten miteinander“, aber der Patienten dürfe mit dem Arzt und Apotheker „kuscheln“.

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