Arzneimittelautomat

Apotheker gewinnen gegen DocMorris APOTHEKE ADHOC, 21.06.2017 15:31 Uhr

Berlin - Das Landgericht Mosbach (LG) bleibt bei seinem Nein zum Arzneimittelautomaten von DocMorris. Nachdem bereits vor einer Woche die Abgabe von OTC-Medikamenten am Terminal untersagt wurde, bestätigte die Richterin die Entscheidung heute noch einmal. Im aktuellen Fall ging es um drei Apotheker, die mit Unterstützung der Noweda geklagt hatten. Vorbei ist der Prozess immer noch nicht, weitere Verfahren sind anhängig.

Das Gericht hat es DocMorris damit verboten, apotheken- sowie verschreibungspflichtige Arzneimittel in Räumlichkeiten, die nicht in eine rechtsgültige Apothekenbetriebserlaubnis einbezogen sind, an Kunden abzugeben, soweit kein Apotheker anwesend ist. Bei Zuwiderhandlung droht der Versandapotheke ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.

Beate Rock, Inhaberin der Rock-Apotheken in Kirchhardt und Bad Rappenau, Dagmar Schäfer von der Schildwach-Apotheke in Epfenbach und Thomas Grzesiak, Inhaber der Stadt-Apotheke in Neckarbischofsheim, mahnten DocMorris wegen des Betriebs des Terminals ab. Da die Versandapotheke erwartungsgemäß keine Unterlassungserklärung abgab, ging der Fall vor Gericht. Unterstützt werden die Apotheker von der Noweda. Der Essener Großhändler hat im Namen der Kunden eine Frankfurter Kanzlei mit der Klage beauftragt.

Zur Begründung des Urteils wurden erneut die Punkte angeführt, die bereits in der vergangenen Woche zur Entscheidung im Streit zwischen dem Landesapothekerverband (LAV) und Docmorris führten: Alleine der Umstand, dass die Arzneimittel über ein Videoterminal angefordert würden, mache deren Abgabe nicht zur einer Bestellung über den Versandhandel.

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