Gericht verbietet Apotheken bei Amazon

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Vogel hatte einen Verstoß gegen den Datenschutz gesehen. Denn bei den Informationen zur Bestellung handele es sich um besonderen Daten im Sinne des § 3 Abs. 9 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG). In der mündlichen Verhandlung am 21. Februar war auch die Frage erörtert worden, ob konkurrierende Apotheker durch etwaige datenschutzrechtliche Verfehlungen überhaupt wettbewerbsrechtlich betroffen sein können.

In der mündlichen Verhandlung hatte Vogel die Richterin auf die Relevanz für seinen Berufsstand hingewiesen, bevor sein Anwalt von der Kanzlei Smith, Gambrell und Russell die rechtlichen Ausführungen folgen ließ. Das Argument: Der Mitbewerber nehme billigend in Kauf, dass jemand – in diesem Fall Amazon – mit den besonders schützenswerten Daten in Verbindung kommt, der damit nicht umgehen kann.

Vogels Anwalt hatte dies an einem Beispiel erklärt: Gegenüber der Apotheke seines Mandanten befinde sich eine Tankstelle, die rund um die Uhr geöffnet habe. Selbst wenn ein Kunde in der Apotheke explizit zustimme, dass die Apotheke ein bestelltes Arzneimittel zur späteren Abholung bei der Tankstelle hinterlege, sei dies dem Apotheker verboten.

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