Easy-Verkauf soll Filialverbund retten

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Berlin - Der Trend zur Filialisierung hält an. Immer mehr Apotheker entscheiden sich für eine oder mehrere zusätzliche Betriebsstätten. Doch in diesem Fall ging die Expansion offenbar zu schnell: Apotheker Peter Bertram hatte die väterliche Stern-Apotheke übernommen und drei weitere Filialen eröffnet. Anfang Oktober wurde das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Von einer Apotheke wird sich Bertram trennen, um den Verbund zu retten.

Manfred Betram hatte die Stern-Apotheke im niedersächsischen Bookholzberg 1978 eröffnet. Sein Sohn Peter hatte nach PTA-Ausbildung und anschließendem Pharmaziestudium in Berlin zunächst als Angestellter bei seinem Vater gearbeitet und die Apotheke 2000 zunächst gepachtet und 2003 vollständig übernommen.

Am 23. November 2014 schloss Apotheker Dr. Bernd Langmann seine Wittekind-Apotheke im benachbarten Ganderkesee. Man kennt sich: Manfred Bergmann hatte die Apotheke laut Berichten der Nordwest-Zeitung (NWZ) in den 70er-Jahren fünf Jahre gepachtet. Peter Bertram übernahm seinerzeit das Team und öffnete am 20. November 2014 die Avie Apotheke am Famila in den Räumlichkeiten eines ehemaligen Supermarktes. Auch mit der von seinem Vater übernommenen Stern-Apotheke ist Bertram Mitglied bei der Kooperation Avie.

Doch der Apotheker ist nicht auf das Konzept festgelegt: In Vechta und Stuhr-Brinkum betreibt er jeweils eine Filiale als Easy-Apotheke. Doch damit hat er sich augenscheinlich übernommen: Über das Vermögen des Apothekers wurde am 1. Oktober das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Bertram ist damit berechtigt, unter Aufsicht des Sachwalters, Rechtsanwalt Jan Wilhelm aus Bremen, die Insolvenzmasse zu verwalten und über sie zu verfügen.

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