Apotheker wollen easy-Konkurrenz verhindern

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Berlin -

Im niedersächsischen Pattensen soll mitten auf dem Parkplatz eines Nahversorgungszentrums eine easy-Apotheke entstehen. So zumindest der Plan der Center-Verwaltung. Dass der Container nicht schon längst steht, liegt daran, dass der Pattenser Stadtrat zuvor den Bebauungsplan ändern muss. Die beiden örtlichen Apotheker wollen die easy-Konkurrenz allerdings verhindern und können sich nun über erste Erfolge freuen. Denn der Ortsrat hat nun gegen den Antrag gestimmt. Doch die Entscheidung hat einen lediglich empfehlenden Charakter.

Die Einrichtung einer Apotheke am Calenberg Center soll schon seit Jahren immer wieder diskutiert worden sein. Nun will das Center-Management ernst machen und hat sich mit Apothekenkooperation Easy geeinigt. Da an der Apotheke auch ein Nacht- und Autoschalter eingerichtet werden soll, kann diese nicht in dem bestehenden Gebäude untergebracht werden. Geplant ist daher, die Apotheke als freistehendes Gebäude in Modulbauweise auf der Parkplatzfläche vor dem Marktzentrum zu errichten. Sie soll in der Mitte des Parkplatzes unter Aufgabe von 20 Stellflächen gebaut werden.

„Grundsätzlich ist es eine Entscheidung des Grundstückeigentümers, wie er sein Grundstück verwaltet“, erklärte der Erste Stadtrat Axel Müller gegenüber APOTHEKE ADHOC. Da der Bereich allerdings im Bebauungsplan als Parkfläche ausgewiesen ist, müsse dieser geändert werden. Der Betreiber des Fachmarktzentrums habe deshalb einen Antrag auf die entsprechende Änderung gestellt. Dies war vor wenigen Tagen Thema im Ortsrat, der das erste Gremium ist, das sich mit der Frage in einer öffentlichen Sitzung beschäftigte.

Die beiden Apotheker vor Ort wehren sich gegen die easy-Konkurrenz. Als Zuhörer im Ortsrat meldeten sich die Inhaberin der Marien-Apotheke, Nicola Kallmeyer-Hagspiel, sowie der Inhaber der Hirsch-Apotheke, Michael Scholz, laut einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zu Wort und warnten vor Arbeitsplatzverlust und der Verödung der Altstadt. Sie wollten außerdem wissen, ob im Vorfeld geprüft worden sei, inwiefern drei Apotheken in der Kernstadt überhaupt existieren könnten. Der Hinweis, dass es im ehemaligen Wal-Mart, dem Vorläufer des Calenberg Centers, auch eine Apotheke gegeben habe, konnte die Apotheker mitnichten beruhigen.

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