easy muss ohne Plastiktüten auskommen

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Berlin -

Siegeltasche statt Zuckerrohrtüte: Vom Plastiktütenverbot sind auch die Apotheken betroffen. Vor allem in easy-Apotheken sind für die internen Abläufe Tüten – egal ob aus Papier oder Plastik – von großer Bedeutung. In Düsseldorf reagiert man auf das Verbot mit dem Versuch einer nachhaltigen Lösung.

In easy-Apotheken sind Beratung und Kasse voneinander getrennt. Wer am Handverkaufstisch ein apothekenpflichtiges oder verschreibungspflichtiges Arzneimittel erhält, bekommt dieses in eine Tüte gepackt und zahlt an der Checkout-Kasse am Ausgang. Zur Wahl stehen Tüten aus Zuckerrohr, eine große Plastiktüte aus 80 Prozent recyceltem Material und Papiertüten in drei verschiedenen Größen.

Mit dem angekündigten Plastiktütenverbot muss die Kooperation umstellen. Geht man davon aus, dass das Gesetz zum 1. April in Kraft tritt und eine sechsmonatige Übergangsfrist gilt, sind Plastiktüten mit einer Wandstärke unter 50 Mikrometer ab 1. Oktober verboten – gleiches gilt für sogenannte Bioplastiktüten. Bis zur möglichen Deadline ist das Lager noch ausreichend gefüllt. Nachproduziert wird nicht mehr.

Das neue Konzept sieht eine Siegeltasche aus hochwertigem Kunststoff als Alternative vor. Die Tasche im DIN A3-Format hat einen festen Reißverschluss, der am HV verschlossen und erst wieder an der Checkout-Kasse geöffnet wird. Der Kunde selbst kann den Magnetverschluss der Tasche nicht öffnen. Wurde der Magnet an der Kasse entwertet, kann der Kunde die Arzneimittel selbst in seine Tasche packen. Alternativ kann die Kassiererin die Produkte aus der Siegeltasche in den Beutel des Kunden überführen. Denn gehört die Kassenkraft nicht zum pharmazeutischen Personal, darf sie die Arzneimittel nicht anfassen.

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