Pharmakonzerne

Boehringer: Deutschland hat Nachholbedarf bei Forschungsförderung

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Berlin -

Deutschland hat nach Ansicht der Deutschland-Chefin von Boehringer Ingelheim Nachholbedarf bei der steuerlichen Forschungsförderung. Die Deutschlandchefin Dr. Sabine Nikolaus sagte, nach dem bisherigen Gesetzentwurf der Bundesregierung wären für Boehringer auf diesem Weg etwa 500.000 Euro drin – bei etwa 1,44 Milliarden Euro, die das Unternehmen allein in Deutschland investiere.

Die vorgesehene Förderung sei zwar ein richtiger erster Schritt, sagte Nikolaus. „Aber wir würden uns schon einen Ausbau wünschen.“ In Frankreich und Österreich gebe es deutlich höhere Summen.

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim, der sich in Familienbesitz befindet, zählt mit einem Umsatz von zuletzt rund 17,5 Milliarden Euro (2018) zu den größten und bedeutendsten Unternehmen in Rheinland-Pfalz. Weltweit beschäftigt Boehringer etwa 50.000 Menschen, darunter knapp ein Drittel an seinen deutschen Standorten Ingelheim bei Mainz, Biberach (Baden-Württemberg), Dortmund und Hannover.

Nikolaus sagte, grundsätzlich brauche Deutschland ein innovationsfreundliches Klima: „Das ist für uns eminent wichtig.“ Boehringer mache Investitionsentscheidungen bewusst nicht von Umsätzen abhängig und baue auf die Standortvorteile hierzulande. Verbesserungsbedarf sieht Nikolaus in Deutschland in der Verkehrs- und der Digitalinfrastruktur. So sei es auf vielen Strecken oder in vielen Zügen etwa nicht möglich, online zu arbeiten.

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