Wenn der Stress auf den Magen schlägt

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Berlin - Viele Menschen kennen das Problem – Stress führt zu Sodbrennen, Durchfall oder Blähungen. Einige Menschen leiden bei Stress mit so starken gastrointestinalen Beschwerden, dass sie die Situation nicht mehr beherrschen können. Die Psyche lässt einen krank werden.

Stress spiegelt sich auch auf hormoneller Ebene wider. Im Magen-Darm-Trakt sitzen Millionen von Nervenzellen. Diese Zellen können durch das vegetative Nervensystem beeinflusst werden. Genauer gesagt durch das Zwischenhirn. Zum Zwischenhirn gehören der Thalamus, die Zirbeldrüse, der Sub- und Hypothalamus und der Corpus geniculatum mediale und laterale. Der Hypothalamus ist das zentrale Steuerzentrum für vegetative Funktionen und für das endokrine System. Der Thalamus und Metathalamus sind wichtig für die Integration und Koordination von Reizinformationen.

Befindet sich ein Mensch in einer Stresssituation, meldet das Zwischenhirn der Nebenniere diesen „Notzustand“ und plädiert mittels Cortisol-Ausschüttung für Flucht. Natürlich muss heute im Normalfall niemand mehr aus einer Stresssituation tatsächlich körperlich flüchten, doch an den Schaltungen und Regulierungen im Körper hat sich nichts verändert. Durch die vermehrte Cortisol-Ausschüttung kommt es zu einem beschleunigten Herzschlag und einer erhöhten Atemfrequenz. Die Durchblutung im ganzen Körper wird gesteigert. Um Energie einzusparen, senkt der Körper die Verdauungsaktivität. Die frei werdende Energie soll für körperliche Betätigung (Flucht) genutzt werden. Doch durch die nahezu pausierende Verdauung kann es zu Übelkeit, Durchfall und bei einigen Personen sogar zu Erbrechen kommen.

Auch die Produktion des Magensaftes wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert und kann nicht willentlich beeinflusst werden. In Stresssituationen reagieren einige Menschen mit einer erhöhten Produktion von Magensäure. Die Salzsäure wird in den Belegzellen gebildet. Hinzu kommt, dass einige Menschen in Stresssituationen zu einer ungesunden Ernährung neigen. Fettreiches Essen gepaart mit wenig Bewegung und einem hohen Stresslevel sind ein Garant für saures Aufstoßen.

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