Fehlender Intrinsic Factor

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Berlin - Der Intrinsic Factor ist ein Glykoprotein, welches in der Magenschleimhaut gebildet wird. Es dient der Vitamin B12 Aufnahme im Darm. Menschen können an einem Mangel dieses Faktors leiden. In Folge einer Autoimmunerkrankung kann es zur Zerstörung der Belegzellen kommen. In der Folge erleiden Betroffene einen Vitamin-B12-Mangel. Dieser äußert sich in megabloblastären Anämien wie beispielsweise der perniziösen Anämie. Die Therapie beinhaltet eine Substitution des Vitamins.

Vitamin B12 kann vom Körper nicht selbst gebildet werden. Das wasserlösliche Vitamin kommt vor allem in tierischen Lebensmitteln vor. Hohe Cobalamin-Werte haben Seefisch, Eier, Milch und natürlich Fleisch. Interessant: Vitamin B12 kann ausschließlich von Mikroorganismen hergestellt werden. Es gelangt also über die Nahrungskette in das Tier und dann in den Menschen. Auch Pflanzen enthalten Cobalamin, jedoch meist in Form von sogenannten Vitamin-B12-Analoga. Diese Stoffe tragen zum einen nicht zu einer ausreichenden Versorgung bei, zum anderen können sie Transportsysteme im Körper blockieren und hierdurch die Versorgung zusätzlich verschlechtern.

Vitamin B12 übernimmt im menschlichen Körper die Rolle eines Coenzyms und ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt, so auch an der Blutbildung und Zellreifung. Methylcobalamin ist am Abbau von Homocystein beteiligt. Vitamin B12 fungiert oft im Zusammenspiel mit Folat. Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure ist somit für eine optimale Funktionsweise des B-Vitamins Voraussetzung.

Vitamin B12 wird zum Großteil im Krummdarm aufgenommen. Das säureempfindliche Vitamin wird bereits im Speichel mit Proteinen resistenter gegen den niedrigen pH im Magen gemacht. Dort wird Cobalamin auch auf den Intrinsic Factor übergtragen – die bisherigen Transportproteine werden verdaut. An den Faktor gebunden ist das Vitamin resistent gegen proteolytische Zersetzung und gelangt zum Ileum. Dort bindet es an den Rezeptor Cubilin. Im Dünndarm wird der intrinsische Faktor schließlich wieder entfernt und der Nährstoff kann aufgenommen werden. Fehlt der Faktor, so fehlt die gastrointestinale Aufnahme. Zwar kann Cobalamin auch passiv über die Schleimhaut im Mund aufgenommen werden, jedoch nur in sehr geringem Maße. Weniger als 1 Prozent der verzehrten Menge kann auf diesem Wege resorbiert werden.

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