Großhandel soll Heime beliefern

, Uhr

Das Regierungsübereinkommen sieht im Kapitel „Effizienz und Bürokratieabbau“ aber nicht nur die Direktbelieferung von Pflegeheimen durch Großhändler vor: Den Einrichtungen soll die Verblisterung und Bevorratung von Medikamenten ermöglicht werden.

Ein Sprecher der Apothekerkammer sagte dazu, die Heime könnten eine sachgemäße Lagerung der Medikamente gar nicht leisten. Auch sei eine Notfallversorgung vom Großhandel nicht zum stemmen, sondern nur durch das dichte Bereitschaftsnetz der Apotheken gewährleistet. Auch bei Chargenrückrufen könnte der Großhandel nicht schnell genug reagieren.

Die Apotheker erhalten Unterstützung von der Branche: In einem gemeinsamen Appell der Kammer, der Arbeitsgemeinschaft des Pharmazeutischen Großhandels (Arge Pharmazeutika) und des Verbandes der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig) an die Regierung heißt es, die Leistungen der Apotheken für die Bewohner von Pflegeheimen seien unverzichtbar. Beispielsweise garantierten Apotheker für Arzneimittelsicherheit durch Überprüfung der ärztlichen Verschreibungen, durch Berücksichtigung von Wechselwirkungen und Kontrolle auf Arzneimittelfälschungen.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Weiteres