Fentanyl für Todesspritzen – US-Experten warnen

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„Es gibt hier keinerlei medizinische oder wissenschaftliche Basis. Es ist nur eine Serie von Versuchen: Besorg Medikamente, teste sie an Gefangenen und schau, ob und wie sie sterben“, kritisiert der Anästhesist Joel Zivot von der Emory University.

Wegen derartiger Komplikationen schaffen einige US-Bundesstaaten bereits wieder rechtliche Grundlagen für andere Methoden der Hinrichtung, etwa den Einsatz von Stickstoff als tödlichem Gas. Oder Erschießungen.

Auch die Juristin Deborah Denno von der Fordham University, die sich seit mehr als zwei Jahrzehnten mit der Todesstrafe befasst, hält das Erschießen letztlich für die Methode, bei der es die wenigsten grausamen Zwischenfälle gibt. Der Grund, warum dennoch nach chemischen Alternativen Ausschau gehalten werde, sei, dass es nicht wirklich um den Gefangenen gehe, sagt Denno. „Es geht ihnen um die Leute, die dabei zuschauen. Wir wollen nicht, dass Exekutionen aussehen wie das, was sie tatsächlich sind: Jemand anderen zu töten.“

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