Elektronische Gesundheitsakte

E-Medikation bald österreichweit APOTHEKE ADHOC, 01.03.2018 14:53 Uhr

Berlin - Als erstes Bundesland hat Vorarlberg schon im Februar die E-Medikation eingeführt. Schrittweise soll nun ganz Österreich folgen. Alle Medikamente, die ein Patient einnimmt, können mithilfe der E-Card von Arzt und Apotheker eingesehen werden. Die Vertragskonditionen für die Apotheker sind freilich noch nicht ausverhandelt.

Zwei Millionen Versicherte in Österreich nehmen regelmäßig fünf oder mehr Medikamente ein, die Wechselwirkungen auslösen und in seltenen Fällen auch zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen können. Diese Zahlen hat der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zusammengetragen. Die Lösung heiße E-Medikation, sagte Alexander Biach, Vorsitzender des Verbandsvorstands im Hauptvorstand, auf einer Pressekonferenz. „Damit wissen die beteiligten Ärzte und Apotheker, welche anderen Medikamente verordnet wurden und können dementsprechend reagieren.“

Die E-Medikation wird in die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) integriert. Hat der Patienten sich nicht aktiv von der ELGA abgemeldet, kann der Arzt die Medikationsliste einsehen und neue Verordnungen auf unerwünschte Wechselwirkungen prüfen. Niedergelassene Vertragsärzte wie Apotheken werden verpflichtet, verordnete Medikamente in der E-Medikation zu speichern. Die Daten werden auf der E-Card gespeichert. Der Patient erhält dann ein Rezept mit einem Code. Der wird in der Apotheke eingelesen, so wird auch die Abgabe des Arzneimittels erfasst. Der Apotheker speichert auf der E-Card auch rezeptfreie Medikamente, die Wechselwirkungen auslösen können.

„Eine ganz wichtige Neuerung für Patienten ist dabei, dass sie dafür in der Apotheke ihre E-Card benötigen“, betont Volker Schörghofer, stellvertretender Generaldirektor im Hauptverband. Nur dann könne die Apotheke die gesamte E-Medikationsliste einsehen. „Wir Apotheker sind gerne bereit, diesen Mehraufwand für höchstmögliche Arzneimittelsicherheit zu übernehmen“, bekräftigt Gerhard Kobinger, Mitglied des Präsidiums der Österreichischen Apothekerkammer.

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