Digitalisierungsprojekte

AOK: Aus E-Rezept lernen!

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Berlin -

Dass bei der Einführung des E-Rezepts nicht alles rund gelaufen ist, räumt auch Jens Martin Hoyer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, ein. Daher gelte es jetzt mit Blick auf die elektronische Patientenakte (ePa) und weitere Projekte, aus den Erfahrungen zu lernen.

„Die verpflichtende Einführung des E-Rezeptes zum Jahreswechsel war für viele Beteiligte ein Aha-Erlebnis und hat gezeigt, dass eine flächendeckende Digitalisierung zentraler Prozesse im Gesundheitswesen möglich ist“, so Hoyer. Gleichzeitig habe sie aber auch deutlich gemacht, dass vor dem Start umfassende Praxistests erforderlich seien, um die Akzeptanz der Digitalisierung in der Praxis nicht zu gefährden.

„Beim Start des E-Rezeptes lagen die Probleme vor allem in der Umsetzung der Prozesse in der Software der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte“, so Hoyer. Daraus gelte es zu lernen, damit die ePa die Versicherten nicht nur angelegt, sondern von den Ärztinnen und Ärzten in Praxen und Kliniken auch befüllt und aktiv zur Verbesserung der Versorgung genutzt werde.

Seine Forderung daher: „Die Einführung des E-Rezeptes zeigt, dass vor allem die etwa 130 Hersteller von Praxisverwaltungs-Software mit verbindlichen Qualitätsstandards und Fristvorgaben zur Umsetzung der ePA stärker in die Pflicht genommen werden müssen.“

Für die Kassen gelte es, noch viel Aufklärungsarbeit zur geplanten Opt-out-Regelung bei den Versicherten zu leisten. Gleichzeitig wolle man die neuen Möglichkeiten des Gesundheitsdatennutzungsgesetzes umsetzen. „So planen wir beispielsweise, unsere Versicherten zielgerichtet auf anstehende oder versäumte Früherkennungen oder spezielle Versorgungsmodelle hinzuweisen. Das Gesetz schafft aus Sicht der AOK einen echten Mehrwert, weil es zusätzliche Optionen zur individuellen Beratung und Information der Versicherten ermöglicht.“

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