Metaanalyse gibt Hinweise auf Schutzdauer

WHO: 20 Prozent Wirksamkeitsverlust in den ersten sechs Monaten

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Berlin -

Immer wieder stellt sich die Frage wie lange die Schutzdauer nach der Corona-Impfung bestehen bleibt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dies nun mithilfe einer Metaanalyse überprüft und die Ergebnisse im Fachjournal „Lancet“ veröffentlicht.

Neue Virusvarianten stellen die Thesen zur Schutzdauer der Corona-Impfungen immer wieder auf den Kopf. Konkrete Zahlen gibt es bislang nicht und die Ergebnisse von Untersuchungen waren oft widersprüchlich. Die WHO hat deshalb mithilfe einer großangelegten Metaanalyse versucht, eine Antwort auf die Frage zu finden.

Fast alle Studien zeigen Wirksamkeitsverlust

Insgesamt wurden in die Untersuchung 18 Studien eingeschlossen. Bei drei der Studien handelt es sich um randomisierte Untersuchungen. Sie alle wurden allerdings vor der Omikron-Variante durchgeführt, sodass bei ihnen der Booster nicht berücksichtigt wurde. Konkret umfassen die Studien die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna, Janssen und AstraZeneca.

Insgesamt zeigte sich bei der Auswertung, dass in den ersten sechs Monaten nach der Verabreichung die Impfstoffwirksamkeit um etwa 20 Prozent sank. Vor schweren Erkrankungsverläufen waren die Geimpften jedoch auch danach oft noch geschützt: Hier sank die Impfstoffwirksamkeit nur um 10 Prozentpunkte – die Schutzwirkung könnte damit auch nach sechs Monaten noch bei über 70 Prozent liegen. Es zeigten sich jedoch keine Unterschiede zwischen älteren und jüngeren Menschen.

Aussagekraft für Omikron unklar

In fast allen Studien konnte ein Abfallen der Schutzwirkung nach wenigen Monaten ermittelt werden. Lediglich die Zulassungsstudie des Vakzins von Moderna zeigte auch über die Nachbeobachtungszeit hinaus eine unveränderte Wirksamkeit – allerdings kam es während der Studiendauer nicht zum Auftreten neuer Virusvarianten. Aussagen zur aktuellen Omikron-Variante lassen sich anhand der Daten jedoch nur schwer treffen.

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