Trump: USA vor schlechten Zeiten

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Berlin - Dramatisch steigende Infektionszahlen und schlechte Umfragewerte veranlassen den US-Präsidenten zu Appellen und Warnungen. Trump ändert in der Corona-Pandemie abrupt die Tonlage – es ist nicht das erste Mal.

Noch vor wenigen Tagen verglich US-Präsident Trump eine Corona-Infektion mit einem Schnupfen. Bei der Zunahme in Bundesstaaten im Süden und Westen des Landes handle es sich nur um „Flammen“ oder gar nur „Glutherde“, die rasch gelöscht würden, sagte Trump in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender Fox News. Bei vielen der Neuinfektionen handle es sich um „junge Leute, die einen Schnupfen haben“, sagte Trump. Er behauptete weiter, dass „99,7 Prozent“ aller Corona-Patienten „sehr schnell“ wieder gesund würden. Nun klingen seine Worte anders – Amerika habe sich auf schlechte Zeiten vorzubereiten.

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner auf eine Verschlimmerung der Coronavirus-Pandemie eingestimmt. „Es wird wahrscheinlich leider schlimmer werden, bevor es besser wird», sagte Trump am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. „Ich sage das nicht gerne über Dinge, aber so ist es.“ Trump hielt das erste Mal nach knapp drei Monaten wieder eine Pressekonferenz ab, um über die Corona-Pandemie zu informieren. Viele seiner Äußerungen standen im Kontrast zu Aussagen der vergangenen Wochen.

Die USA erleben in der Pandemie derzeit eine dramatische Zuspitzung. Trump gestand dies ein und sagte: „In den letzten Wochen haben wir einen besorgniserregenden Anstieg an Fällen in vielen Teilen unseres Südens, […] Südwestens und Westens gesehen.“ Die Behörden meldeten in den vergangenen zwei Wochen zwischen 60.000 und 77.000 Neuinfektionen pro Tag sowie Hunderte Todesfälle. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Florida, Georgia, Texas, Arizona und Kalifornien. Trump erklärte die Vielzahl an neuen Fällen bislang stets mit der Vielzahl an Tests, die mittlerweile durchgeführt werden, und verglich die Ausbrüche mit „Glutherden“ und „Flammen“. Am Dienstag sprach er von „großen Flammen“.

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