GSK/Medicago: Phase-II erfolgreich

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Berlin - GlaxoSmithKline (GSK) und Medicago geben positive Zwischenergebnisse der Phase-II-Studie für den Impfstoffkandidaten CoVLP bekannt. Der adjuvante Totimpfstoff enthält virusartige Partikel, die keine funktionalen Nukleinsäuren mehr enthalten. Hergestellt werden die Partikel in Pflanzen.

Bei dem Impfstoffkandidaten CoVLP handelt es sich um einen adjuvanten Totimpfstoff mit virusartigen Partikeln. Diese Virus-like Particles (VLP) enthalten keine funktionalen Nukleinsäuren mehr. Das bedeutet, dass in der Wirtszelle keine Vermehrung mehr stattfindet. Durch die weiterhin bestehende immunogene Wirkung finden VLP in der Impfstoffproduktion Anwendung. Wie die meisten Totimpfstoffe kommt auch der Kandidat von Medicago und GSK nicht ohne Adjuvans aus. Dieses liefert GSK.

Die Zwischenergebnisse der Phase-II-Studie sind positiv. Die Sicherheit und Immunogenität konnten bestätigt werden. Die erzielte Immunogenität durch die Behandlung mit CoVLP war zehnmal höher als bei Patienten, die eine Sars-CoV-2-Infektion durchgemacht hatten, berichtet GSK. Es wurden keine verwandten schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse dokumentiert, und die temporären Impfreaktionen war im Allgemeinen leicht bis mittelschwer und von kurzer Dauer.

Das innerhalb der randomisierten, beobachterblinden, placebokontrollierten Phase-II-Studie gewählte Dosierungsschema setzt sich aus zwei Injektionen à 3,75 μg CoVLP zusammen. Es wurde im Abstand von 21 Tagen gespritzt. Neben gesunden 18- bis 64-Jährigen erhielten auch an ältere Probanden ab 65 Jahren und Erwachsene mit Komorbiditäten das Vakzin. Jede Altersgruppe umfasste bis zu 306 Probanden, die 5:1 randomisiert wurden.

Die Nachbeobachtungszeit beträgt 12 Monate. So soll die Sicherheit und Dauer der Immunantwort besser beurteilt werden. Seit dem 16. März befindet sich der Impfstoff in Kanada in der Phase-III der klinischen Prüfung.

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