Extremfall: Nur ein Kunde pro Apotheke

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Berlin - Ausführliche Erfahrungen mit den Quadratmetervorgaben hat Oliver Hildebrandt, Inhaber der Apotheke im Ärztehaus im sächsischen Limbach-Oberfohna. Im Frühjahr musste er mit noch härteren Auflagen umgehen, als sie ihm und seinen Kollegen jetzt drohen: Damals durfte nur ein Kunde auf 20 Quadratmeter kommen. Hildebrandts Verkaufsraum hat allerdings nur 35 Quadratmeter.

„Also konnten wir immer nur eine Person in den Verkaufsraum lassen, der zweite Kunde musste in der Tür warten und der Rest stand vor der Apotheke Schlange.“ Glück im Unglück hat er mit der Lage: Denn wie der Name schon sagt, liegt seine Apotheke in einem Ärztehaus, vorm Eingang kommt noch der Flur.

Dass es die Regelung natürlich konterkariert, wenn die Kunden zwar nicht im Verkaufsraum warten dürfen, dafür aber im Flur vor der Apotheke, ist Hildebrandt durchaus bewusst, wie er sagt: „Aber darauf haben wir ja keinen Einfluss. Wir haben dann auf dem Boden Markierungen angebracht, damit die Leute in der Schlange wenigstens die 1,5 Meter Abstand einhalten.“

Dass die Kunden dann vor der Apotheke sichtbar in einer Schlange warten, mache die Arbeit darüber hinaus nicht gerade entspannter. „Die Leute wissen zwar, was es damit auf sich hat, und es kommt nur selten vor, dass sich jemand aufregt. Aber natürlich steigt durch die Schlange der Druck und auch die Beratung leidet darunter, wenn man sich dann weniger Zeit nehmen kann, weil die Leute draußen warten.“ Auch spüre man die Situation an der Stimmung. Viele Kunden seien gereizt, weil sie in der Schlange warten mussten.

Immerhin hat Hildebrandt einen Weg gefunden, manchen Kunden die Wartezeit zu verkürzen: „Wir fragen dann regelmäßig durch die Schleuse, ob Kunden in der Schlange stehen, die nur Abholer sind.“ Diejenigen lotsen sie dann zum Hinterausgang, wo sie schneller abgefertigt werden können.

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APOTHEKE ADHOC Debatte

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